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Fridays For Future tritt jetzt im Volkstheater auf

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Von: Christian Kisler

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Montage: das Wiener Volkstheater, Demonstration von Fridays For Future
Fridays For Future gastiert im Rahmen einer neuen Reihe im Wiener Volkstheater. © Gerhard Wild/Leonhard Foeger/Reuters/APA-PictureDesk/BuzzFeed Austria

Das Wiener Volkstheater in den Bezirken beginnt mit den Aktivist:innen von Fridays For Future eine neue Veranstaltungsreihe. Bei „Legenden - Erzählen für die Zukunft“ wird vor allem viel gesprochen.

Manchmal ist es Zeit, Klartext zu reden. Es ist schon lange nicht mehr fünf vor Zwölf. Sondern gefühlt fünf nach Zwölf. Dass es immer noch Personen gibt, die allen Ernstes meinen, ob das mit dem Klimawandel, der eigentlich eine Klimakrise ist, nicht einfach nur Panikmache sei und von „denen da oben“ erfunden, um uns Schlafschafe ruhigzustellen, macht immer wieder fassungslos. In der Zwischenzeit erreicht uns die nächste Meldung von Rekordtemperaturen, -stürmen und -regenfällen, die bisweilen einen tödlichen Ausgang für Mensch und Tier haben und fruchtbares Land vernichten. Es ist zum Heulen und niemand steht auf, um für eine bessere Zukunft letztlich für uns alle zu kämpfen.

Fridays For Future kann auch in Österreich Erfolge für sich verbuchen

Niemand? Falsch, ganz falsch. Die Aktivist:innen von Fridays For Future (FFF) machen nämlich genau das, seit Ende 2018 auch in Österreich. Engagierte Schüler:innen und Studierenden wollen mit ihrem Protest die Weltpolitik dazu bringen, mit härteren Maßnahmen gegen die Klimakrise vorzugehen. Mit Erfolg: Der Bau der Lobau-Autobahn konnte dank der Beharrlichkeit von Fridays For Future verhindert werden. Um den Klimawandelleugner:innen oder -verharmloser:innen, aber auch all den Pessimist:innen entgegenzuwirken, muss geredet werden. Und das wird nun getan. Wie wir von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erzählen, können wir nämlich selbst bestimmen.

Darum geht es in einer neuen Veranstaltungsreihe mit dem klingenden Titel „Legenden - Erzählen für die Zukunft“. Diese soll in Kooperation von Fridays For Future und dem neu geschaffenen Volkstheater in den Bezirken über die Bühne gehen. Zunächst steht einmal der Termin für einen Abend fest, der 11. März, in der Roten Bar des Wiener Volkstheaters. Weitere sollen folgen. Am Auftaktabend sprechen Calle Fuhr, Leiter von Volkstheater in den Bezirken, sowie die beiden Fridays-For-Future-Aktivist:innen Magdalena Frauenberger und Daniel Gratzer.

Im Volkstheater wird nicht schwarzgemalt

Geladen wird zu einem Geschichtenabend über „wahre Legenden direkt aus dem Kreis der Wiener FFF-Aktivist:innen und ihren Freund:innen“, wie es in einer Aussendung heißt. Erzählt wird „vom Kampf, gehört zu werden, von der Frustration über politische Ignoranz und von dem unbändigen Willen, dennoch weiterzumachen, weiterzukämpfen, weiter zu hoffen.“ Die neue Reihe soll das Kommende in Verhältnis zum Erlebten setzen und Perspektiven auf eine aussichtsreiche Zukunft schaffen. Nichts also mit Schwarzmalen und sich ohnmächtig fühlen. Hier geht es ein Stück weit auch um Selbstermächtigung.

Selbst entscheiden zu können, wie von der Klimakrise und dem Kampf dagegen erzählt wird, steht an diesen Abenden in der Roten Bar des Volkstheaters nämlich im Vordergrund. Wenn die Menschheit, nach der das derzeitige Zeitalter, das Anthropozän, benannt ist, die Klimakrise verursacht hat, sollte sie alles daran setzen, diese wieder zu beheben. Aus wissenschaftlichen Tatsachen gilt es, die richtigen Schlüsse zu ziehen und voller Tatendrang in die Zukunft zu blicken, nicht ohne Vergangenheit und Gegenwart außer Acht zu lassen. Könnten tatsächlich aufschlussreiche Abende werden. Vorbeischauen lohnt sich bestimmt.

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