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7 Möglichkeiten, sich ohne Chemie gegen Gelsen zu schützen

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Von: Christian Kisler

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Montage: Eine Gelse, auch als Stechmücke bekannt, eine junge Frau mit chemieschem Anti-Gelsen-Spray
Gelsen darfst du gerne zu Leibe rücken, aber bitte nicht mit Chemie. Das schadet der Umwelt und dir selbst. © Science Photo Library/APA-PictureDesk/Steffen Schellhorn/Imago/BuzzFeed Austria

Allein dieses Summen kann dich zur Weißglut bringen: Die Gelsen sind im Anflug. Wertvolle Tipps, wie du dich ohne Chemie gegen die Quälgeister schützen kannst.

Ich gestehe: Ich bin nahezu immun gegen Gelsen, außerhalb Österreichs auch als Stechmücken bekannt. Aus welchen Gründen auch immer verschmähen die lästigen Insekten mein Blut. Womöglich liegt es an meiner Blutgruppe, daran, wie ich mich ernähre oder auch an der chemischen Zusammensetzung meines Schweißes. Vielleicht hab ich einfach auch nur Glück. Und natürlich wurde auch ich schon gestochen, aber nicht in einem solchen Ausmaß wie andere. Gerade an warmen und feuchten Tagen kommen die blutsaugenden Biester auch in die Städte, um sich an deinem und meinem kostbaren Lebenssaft zu laben.

Gegen die Blutsauger gibt es jede Menge Mittelchen im Handel, sei es in Drogerie-, Garten- oder Baumärkten. Es gibt nur ein Problem, und zwar kein kleines: Die meisten enthalten schwere Nervengifte, die zwar gegen Gelsen und anderen Insekten gut wirken und diesen tatsächlich den Garaus machen. Aber dass die über Stecker oder Sprays über die Luft abgegebenen Stoffe auch für Mensch und Haustier schädlich sein können, liegt auf der Hand. Bei manchen, besonders bei empfindlichen Personen, können sie Juckreiz, Hautentzündungen, Hustenreiz oder Allergien auslösen. Dabei werden die Nervengifte, künstliche Pyrethroide, nicht so sehr über die Haut oder durch Verschlucken aufgenommen. Sondern vielmehr über die Lunge. Einatmen will man sie also lieber nicht. Deswegen am besten gleich darauf verzichten und auf Alternativen zu Chemiekeulen gegen Gelsen zurückgreifen.

1. Gelsengitter vor Fenstern und Balkontüren montieren

Einfach und immer noch äußerst wirkungsvoll: Fliegengitter an Fenstern und Türen anbringen. Kosten nicht die Welt, sind auch für handwerklich minderbegabte wie mich einfach anzubringen und verschaffen Ruhe. Das Leben kann manchmal so einfach sein.

2. Moskitonetze übers Bett hängen

Vor allem in fernen Ländern, in denen Krankheiten verbreitende Verwandte der Gelsen, etwa Moskitos, ihr Unwesen treiben, kommt man nicht ohne sie aus. Aber auch wer etwa am Neusiedler See wohnt oder urlaubt, ist gut beraten, Moskitonetze über Betten und Kinderwagen zu hängen. Vor allem in den Dämmerstunden und bei schwülem Wetter sind Stechmücken besonders aktiv.

3. Lange, weite, luftige Kleidung tragen

Sommermode sieht ohnehin immer anders aus als solche, die man im Rest des Jahres trägt. Sie sollte dabei nicht nur schick aussehen, sondern auch Schutz für der Sonne gewähren - und vor lästigen Gelsen. Klar, je weniger Haut du zeigst, umso weniger Angriffsfläche bietest du. Und besser keine eng anliegenden Kleidungsstücke tragen, denn der im Sommer meist dünne Stoff kann leicht durchstochen werden.

4. In der Nacht Wohnung gut lüften

Klar, in der Nacht kühlt es ab, da ist es ohnehin angeraten, gut durchzulüften, um die Hitze des Tages zu vertreiben. Ein weiterer positiver Effekt: Auch lästige Gelsen werden so vertrieben, die mögen Zugluft nämlich gar nicht. Viel mehr werden sie dadurch regelrecht abgeschreckt. Im wahrsten Sinne des Wortes werden so zwei Fliegen, äh, Stechmücken mit einer Klappe geschlagen.

5. In der Nacht kein Licht brennen lassen

Wieder einmal eine Binsenweisheit, auf die ich aber nicht müde werde, hinzuweisen. Dreh in der Nacht um Himmels Willen das Licht ab! Nicht nur, dass sich an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit keine Monster unter deinem Bett befinden, auch dein Biorhythmus wird es dir danken. Ist es dunkel, schläfst du einfach besser. Und: Du lockst keine Insekten an, so ziemlich alle nämlich streben dem vermeintlichen Sonnenlicht, also deiner Nachttischlampe, zu. Nicht alle verglühen an den heutzutage ohnehin nicht mehr besonders heißen Glühbirnen, manche stellen so lediglich fest, dass hier fette Beute schlummert: Gelsen nämlich, die das Licht als Aufforderung verstehen, dir jeden verfügbaren Tropfen Blut auszusaugen. Dabei lässt sich das doch so leicht vermeiden: Licht aus in der Nacht!

6. Gelsen hassen ätherische Öle

Endlich quasi eine Win-Win-Sutuation, ganz ohne künstliche Chemie. Die meisten Menschen mögen ja den Geruch ätherischer Öle, Gelsen hingegen überhaupt nicht. Für eine Nacht gänzlich ohne Stiche einfach ein paar Tropfen Lavendel-, Sandelholz-, Eukalyptus- oder Salbeiöl auf einem Tuch anbringen, dieses neben dich legen und du schlummerst gänzlich unbedrängt von Stechmücken. Wahlweise einfach ein Schälchen mit Zitronen-, Nelken- oder Minzeöl aufstellen und du schläfst in himmlischer Ruh‘. Herrlich!

7. Wasseransammlungen vermeiden

Es hat wohl seinen Grund, wieso dieser Tipp ganz am Schluss kommt. Er richtet sich an alle mit Balkon, Terrasse oder Garten, also eben nur einen Teil jener, diese Zeilen lesen. Wie auch immer: Regentonnen sind eine feine Sache, sollten aber immer gut abgedeckt werden. Warum? Sie sind sonst ideale Brutstätten für Gelsen. Und du willst ja nicht auch noch an ihrer Vermehrung Schuld sein, oder? ODER?!?

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