1. BuzzFeed.at
  2. News
  3. Umwelt

Auf dem Dach eines Wiener Gemeindebaus wird wertvoller Ökostrom produziert

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christian Kisler

Kommentare

Montage: Kathrin Gaál, Franz Prokop, Jürgen Czernohorszky, Peter Hanke auf dem Dach eines Gemeindebaus mit Photovoltaik-Modulen, eine Steckdose
Auf den Dächern einer Gemeindebauanlage im 16. Wiener Gemeindebezirk wurde eine Photovoltaikanlage installiert. © Martin Votava/PID/Michael Gstettenbauer/Imago

Auf den Dächern eines Gemeindebaus geht eine große Photovoltaikanlage in Betrieb. Dank Sonnenkraft soll die Anlage mit Strom versorgt werden können.

Hoch oben mit Blick auf Wien wird auf einer in den 1970er-Jahren errichteten Gemeindebauanlage in der Ameisbachzeile in Wien-Ottakring neuerdings wertvoller Ökostrom erzeugt. Was die Wiener Linien können, nämlich ihren eignen Solar-Strom zu erzeugen, kann Wiener Wohnen auch. Dazu wurden insgesamt 739 Photovoltaik-Module zwischen Luken und Rauchfängen auf den Dächern der fünf Wohnblöcke installiert. Mit der Kraft der Sonne werden auf einer Fläche von 1.256 Quadratmetern über 200.000 Kilowattstunden Ökostrom produziert.

Alles im Sinne der Bemühungen der Stadt, Wien möglichst schnell klimaneutral werden zu lassen. „Eine klimagerechte Politik bedeutet, niemanden zurückzulassen und allen die Möglichkeit zu bieten, den Weg in eine klimaneutrale Zukunft mitzugehen“, so Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal. „Deshalb ist es besonders erfreulich, dass Projekte wie hier in der Ameisbachzeile entstehen, die es Bewohner:innen ermöglichen, Solarstrom vom eigenen Dach zu beziehen.“

Die Angelegenheit ist eine Kooperation von Wiener Wohnen, die unter anderem für die Vergabe von Gemeindebauwohnungen verantwortlich sind, und Wien Energie. Dabei nimmt man auch andere Dächer in Augenschein, ob sich diese für eine wirtschaftliche Nutzung von Photovoltaikanlagen überhaupt eignen. „Wien Energie ist schon heute der größte Solarkraftbetreiber des Landes und baut die Sonnenenergie auch in Zukunft massiv aus. Photovoltaikanlagen auf großen Dachflächen und Mehrfamilienhäusern sind dafür ein wichtiges Element. Solche Lösungen sind ein wichtiger Schritt für mehr Klimaschutz in der Stadt“, erklärt Michael Strebl, Vorsitzender der Wien Energie-Geschäftsführung. 

Die Photovoltaikanlage in Ottakring ist nicht die erste ihrer Art

Der auf dem Dach erzeugte Strom kann in Form einer Gemeinschaftsanlage genutzt werden. Damit kann bis zu 30 Prozent des Strombedarfs gedeckt werden. Der Bau in der Ameisbachzeile ist nicht der erste seiner Art, aktuell betreibt Wien Energie 23 Solarkraftwerke dieser Art, wodurch bereits über 1.600 Wiener Haushalte von Ökostrom aus einer Gemeinschaftslösung profitieren. Und es werden noch mehr: Mehr als zehn weitere Photovoltaikanlagen auf Dächern von Mehrfamilienhäusern sind schon in Planung. Gut so, schließlich will Wien bis 2040 klimaneutral werden - da drängt die Zeit.

Allerdings werden nicht nur bestehende Dächer umgerüstet und mit Solar-Modulen ausgestattet. „Neben der Möglichkeit, bestehende Dachflächen auf Gemeindebauten für neue Photovoltaikanlagen zur Verfügung zu stellen, wird bei allen Neubauprojekten von Wiener Wohnen Sonnenstrom in der Planung als Teil der Energieversorgung berücksichtigt“, erklärt Wiener Wohnen-Direktorin Karin Ramser und setzt nach:  „Um so nicht nur leistbaren und hochwertigen, sondern auch ökologisch nachhaltigen Wohnraum für zukünftige Generationen zu schaffen.“ Eine vernünftige Lösung, immerhin muss zumindest irgendetwas getan werden, um nicht komplett der Klimakrise zum Opfer zu fallen. Und gerade in den Städten haben die wenigstens ein eigenes Haus, auf dessen Dach sie sich eine Solaranlage von Ikea schrauben lassen können.

Auch interessant

Kommentare