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6 geniale Erfindungen, die Erdöl- und gas schon bald ersetzen könnten

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Von: Sophie Marie Unger

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Ein US-Designer entwickelt eine Windwand, die in Städten die Windkraft nutzen kann.
Diese Windwand könnte schon bald in Städten groß rauskommen. © Twitter

Die Wissenschaft spielt eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, unsere Erde vor der Klimakrise zu schützen. Vor allem Krisen und Konflikte zeigen, wie sehr wir auf neue Erfindungen - vor allem im fossilen Brennstoffbereich - angewiesen sind.

Hier ein kleiner Auszug genialer Innovationen, die 2022 eine Rolle spielen könnten und etwa als Alternative zu Erdöl- und gas eingesetzt werden könnten. Manche von ihnen lassen sich sogar easy in unseren Alltag integrieren.

1. Ein Dach reguliert Temperaturen

Forschende der Abteilung für Materialwissenschaften der UC Berkeley haben ein Dach entwickelt, welches seine Beschaffenheit bei Temperaturschwankungen im Laufe des Tages oder Jahres verändern kann. Das beschichtete Material reflektiert ganzjährig etwa 75 Prozent des Sonnenlichts, gibt aber bei warmem Umgebungswetter (über 25 Grad Celsius) etwa 90 Prozent der Wärmestrahlung ab. Bei kühleren Temperaturen sinkt diese Strahlung automatisch und trägt dazu bei, die absorbierte Wärme aus der Sonnenstrahlung und der internen Heizung zu speichern. Das trägt nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern sorgt auch dafür unabhängiger von Gas und Strom zu werden.

2. Strom aus Wassertropfen

Klein, aber fein: Forscher:innen haben ein System konstruiert, das aus Wassertropfen Strom erzeugt. Schon ein Tropfen genügt, um 100 kleine LEDs zum Leuchten zu bringen. Was braucht man dazu? Teflon, den Halbleiter Indiumzinnoxid und eine Aluminiumelektrode. Nach Angaben der Expert:innen lässt sich ihr Tropfen-Generator nicht nur mit Leitungswasser nutzen, sondern auch für Meerwasser und Regentropfen. Auch somit könnte bald Erdöl abgelöst werden.

3. Kakao als Antrieb

Auf der Suche nach Alternativen zu fossilen Brennstoffen forschen Wissenschafter:innen auf der ganzen Welt in Richtung Treibstoffe aus erneuerbaren Quellen. In Ghana wird derzeit ein System getestet, das Kakao in Biotreibstoff umwandeln soll. Im Fokus stehen die Schalen - sie werden zu Pellets verarbeitet, die in Biogeneratoren verbrannt werden und so grüne Energie aus Biotreibstoff herstellen können.

4. Strom durch Windturbinenwand

Ein US-Designer hat eine Windturbinenwand entwickelt, mit der sich Windenergie auch in Städten nutzen ließe. Der damit erzeugte Strom soll den Bedarf eine Haushalts decken können. Die Wand besteht aus einer Reihe von rotierenden Blättern, die sich einzeln drehen und jeweils einen Minigenerator antreiben. Die dabei entstehende Energie kann in einer Batterie gespeichert werden. Dem Designer zufolge dürfte die von ihm entworfene Wand im Jahr rund 10.000 Kilowattstunden erzeugen, was ungefähr dem Bedarf eines US-amerikanischen Haushalts entspricht.

5. Energiepflanze

Ein Landwirt aus Deutschland hat das Miscanthus-Gras für sich entdeckt. Er spricht auch von „Energiepflanze“, weil sie extrem viel Kohlenstoffdioxid aus der Luft bindet und im Gegenzug jede Menge Heizkraft bereithält. Der Landwirt bezieht für seinen Berggasthof Ahrenberg mit mehr als 40 Zimmern seine Wärme fast vollständig aus dem biologischen Stoff, der ganz in der Nähe auf den Feldern wächst.

6. Strom aus Orangen

Orangenbäume wachsen im spanischen Sevilla wie das sprichwörtliche Unkraut, im Stadtgebiet gibt es geschätzte 50.000 Stück von ihnen. Viele landen aber leider auf der Straße und sind für den Verzehr daher nicht mehr geeignet. Doch die gärenden Früchte produzieren Methan und das lässt sich bekanntlich zur Energieproduktion nutzen. In diesem Jahr sind 35 Tonnen dieser Südfrüchte für die Biogasanlage der örtlichen Kläranlage eingeplant. Die kurzen Kohlenstoffketten versprechen eine hohe energetische Ausbeute, darum rechnen die Wasserwerker damit, dass sich ihr Einsatz lohnt. Laut Berechnungen könnte ganz Sevilla nur durch Orangen mit Strom versorgt werden.

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