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Greta Thunberg – alles, was ihr über die bekannteste Klimaschutzaktivistin wissen müsst

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Von: Sophie Marie Unger

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Greta Thunberg spricht während eines Streiks von Fridays for Future
Greta Thunberg sprich während eines Streiks von Fridays for Future © Etrik Simander/Imago

Seit 2018 kämpft die Umweltaktivistin Greta Thunberg in der Öffentlichkeit für mehr Klimaschutz. Aus ihren Streiks hat sich die globale „Fridays For Future“-Bewegung entwickelt. Hier erfährt ihr alles, was ihr über die Klimaschutz-Ikone wissen müsst.

Steckbrief

Name: Greta Tintin Eleonora Ernman Thunberg

Geburtstag: 3. Jänner 2003

Sternzeichen: Steinbock

Geburtsort: Stockholm

Wohnhaft in: Schweden

Partei: parteiparteilos

Ehrungen & Nennungen:
2019 Rachel-Carson-Preis
2019 About You Award
2019 Alternativer Nobelpreis
2019: Kinder-Friedenspreis
2019 Right Livelihood Award
2019 „Person of the Year“ der Time
2021 Cover der Vogue

Familie, Schule und die (Klima-)Krise

Als Greta Thunberg am 3. Jänner 2003 zur Welt kam, war für die kleine Familie laut eigenen Angaben noch alles ganz „normal“. Okay, Gretas Mama Malena Ernman erlangte als Opernsängerin sogar über die Grenzen Schwedens Bekanntheit und belegte beim Song Contest 2009 den 21 Platz und ihr Vater Svante Thunberg brillierte als Schauspieler - für viele wäre das Leben der Familie wahrscheinlich bereits an dieser Stelle alles andere als ganz normal. Doch wir alle wissen, dass Greta nicht den für die künstlerische Welt als „normal“ geltenden Weg einschlug und etwa selbst Sängerin oder Party-Girl wurde. Diese Dinge waren ausschlaggebend, dass es nicht so kam und sich die bis dahin geltenden Normalität veränderte:

Bewegung „Fridays for Future“

Die Vorwehen einer riesigen Klimabewegung resultierten wohl in Gretas erstem Streik. Es ist der 20. August 2018, eine extreme Dürre- und Hitzewelle erfasst weite Teile Europas, der Schwedische Reichstag steht kurz vor der Wahl und es war der erste Tag nach den Sommerferien. Greta setzte sich an diesem Tag das erste Mal alleine vor das schwedische Parlament. „Schulstreik für das Klima“ stand auf ihrem schwarz-weiß gehaltenem Plakat. Dafür blieb sie auch dem Unterricht fern, um ihre Handlung zu unterstreichen. Dieses Unterfangen setzte sie bis zur Wahl täglich fort, danach demonstrierte sie nur noch freitags, dieser Tag sollte später in die Geschichte eingehen. Denn nach und nach beteiligten sich immer mehr Menschen - vor allem Jugendliche - an den an Freitagen stattfindenden Demonstrationen.

Dank der durch Thunberg entstandenen „Fridays for Future“-Bewegung diskutieren die Menschen weltweit über die Klimabilanz von Flugreisen oder eine CO2-Steuer. Und nicht nur das, sie gehen sogar dafür auf die Straßen und fordern die Politik auf, Maßnahmen zu setzen. In vielen Ländern, auch in Österreich, gingen zahlreiche „Fridays for Future“-Initiatoren hervor, die die wöchentlichen Klimastreiks organisieren und an die nationalen Gegebenheiten anpassen. Anfangs belächelten zahlreiche Politiker:innen wie etwa der australische Premier Morrison die lauten Schüler:innen und forderte „weniger Aktionismus und mehr Lernen“. Dann verstummten auch diese Stimmen langsam. Neben den nationalen Streiks richtete „Fridays for Future“ bereits acht globale Klimastreiks aus.

Auftritte in der Weltpolitik

Auch bei politischen Großveranstaltungen und Konferenzen sind mittlerweile Hunderttausende Klimaaktivist:innen im Einsatz. Der Druck auf Politik und Großkonzerne steigt, doch wie genau hat Greta es geschafft, diesen Druck zu generieren? Das waren ihre wichtigsten Stationen.

Kritik

Neben der weltweiten Welle an Zuspruch stößt Gretas Engagement aber immer wieder auf Kritik. Ihre Gegner werfen ihr unter anderem vor, mit ihrem Klima-Aktivismus apokalyptische Thesen zu vertreten. „Sie müssen uns nicht zuhören, wir sind ja nur Kinder“, antwortete Thunberg bei einem Besuch in Frankreich ironisch ihren Kritikern. Auch Thunbergs Atlantiküberquerung per Segelyacht ließ Kritiker laut werden: Sie verursache mehr Treibhausgasausstoß, als wenn die Aktivistin und ihr Vater einfach nach New York geflogen wären, hieß es.

Zu ihren Widersachern zählen auch einige prominente Personen. So kommentierte etwa Ex-US-Präsident Trump die sehr emotionale Rede Gretas vor den Vereinten Nationen in New York spöttisch. „Sie wirkt wie ein sehr glückliches junges Mädchen, das sich auf eine strahlende und wunderbare Zukunft freut. So schön zu sehen“. Auch US-Rocksänger Meat Loaf hat sich in einem Interview kritisch über Greta Thunberg geäußert. Der 72-Jährige glaubt, dass die Klimaaktivistin einer „Gehirnwäsche“ unterzogen wurde. Auf Twitter hat Greta meist eine schlagfertige Antwort parat.

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