1. BuzzFeed.at
  2. News
  3. Umwelt

Der Asphalt hat bis zu 60 Grad: Hunde verbrennen sich die Pfoten

Erstellt:

Von: Christian Kisler

Kommentare

Montage: Eine Hundepfote auf Asphalt, eine Frau führt ihren Hund Gassi
Hunde können ihre Pfoten leicht auf Asphalt verbrennen. © Demy Becker/dpa/Mauro Grigollo/Westend61/APA-PictureDesk/BuzzFeed Austria

Asphalt kann sich im Zuge der aktuellen Hitzewelle auf bis zu 60 Grad aufheizen. Hunde können sich schon bei niedrigeren Temperaturen die Pfoten verbrennen.

In Österreich gibt es reichlich Asphalt, unfassbar viel, um genauer zu sein. Immerhin werden hierzulande jeden Tag Flächen so groß wie 12 Fußballfelder zubetoniert. Ich wiederhole: jeden Tag. Dieser Asphalt hat so seine Tücken, um es einmal vorsichtig zu formulieren. Abgesehen davon, dass die Klimakrise befeuert wird, weil dadurch Grünflächen in großem Ausmaß verschwinden, neigt er bei besonders niedrigen Temperaturen Risse zu bekommen und aufzuspringen. Was für Fahrbahnen nicht besonders günstig ist.

Sind die Temperaturen hingegen hoch, heizt er sich dermaßen auf, dass es unmöglich ist, barfuß darauf zu gehen. Gut, magst du einwenden, in einer Stadt oder überall dort, wo es Gehwege aus Asphalt oder Beton gibt, ist es ohnehin nicht ratsam, ohne Schuhwerk zu gehen. Das stimmt natürlich, deswegen tragen viele bei einer Hitzewelle ja auch zumindest Schlapfen, seien es Birkenstocks, Adiletten, Flip-Flops oder schmucke Sandalen.

Bei Lufttemperaturen von 30 Grad misst Asphalt bis zu 60 Grad

Leider gibt es aber Begleiter des Menschen, die in der Regel ohne Schuhe unterwegs sind: Hunde. Mit den besten Freunden des Menschen muss man aber auch bei einer Hitzewelle vor die Tür. Ein bisschen Bewegung schadet weder Hund noch Besitzer:in, vor allem muss der Vierbeiner seine Notdurft verrichten. Das Problem ist, dass sich der Boden um eine Vielfaches der Lufttemperatur erhitzen kann, besonders zu Mittag. Lufttemperaturen von rund 30 Grad misst der Asphaltbelag bereits 50 bis 60 Grad.

Das kann für den Hund tatsächlich gefährlich werden, kann er sich an seinen empfindlichen Pfoten doch relativ leicht verbrennen. Wetter, Jahreszeit und Sonnenstand spielen dabei eine große Rolle, in welchem Ausmaß sich der Gehsteig aufheizt. Verbrennungen können sich Hunde an ihren Pfoten jedenfalls schon ab knapp über 40 Grad zuziehen. Und die können bereits bei einer Außentemperatur von 25 Grad erreicht werden.

Mit dem Hund solltest du nicht zu Mittag rausgehen

Was also tun? Zunächst einmal im Sommer nicht bei der größten Mittagshitze spazieren gehen. Lange Spaziergänge bieten sich folgerichtig in der Früh und am Abend an. Wenn möglich, solltest du deinen Hund nur im Schatten oder, noch besser, im Gras Auslauf gewähren. Außerdem gibt es auch Hundeschuhe, das mögen aber die wenigsten Tiere. Um sicherzugehen, ob du deinem Hund den Straßenbelag zumuten kannst, kannst du die Sieben-Sekunden-Regel anwenden. Dabei drückst du deinen Handrücken sieben Sekunden lang fest auf den Asphalt. Hältst du das dann aufgrund der Hitze nicht aus, solltest du auch deinen Hund davor bewahren.

Und was tun, wenn dein Tier sich tatsächlich die Pfoten verbrannt hat? Sofort kühlen, etwa mit fließendem Wasser und dann ab zum Tierarzt. Die betroffenen Pfoten bekommen dann einen Verband oder Socken verpasst. Erkennen kann man etwaige Verbrennungen ähnlich wie beim Menschen: Die Stellen sind rot und geschwollen, in ganz üblen Fällen gibt es sogar Brandblasen und schwarze, verkohlte Bereiche. Ist dein Hund klein genug, dann nimm ihn auf den Arm, ansonsten pass gut darauf auf, wo du mit deinem Haustier entlanggehst. Du willst ihm mögliche Schmerzen ja ersparen.

In Graz gibt es übrigens für notleidende Menschen gratis Tierfutter. Und in Wien kannst du dir die nächsten drei Jahre die Hundesteuer ersparen, wenn du dir den Hund aus einem Tierheim holst.

Auch interessant

Kommentare