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„Solstråle“ und Sonnenschein: Ikea verkauft jetzt komplette Photovoltaik-Anlagen

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Von: Christian Kisler

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Montage: Ein Hausdach mit Photovoltaik-Paneelen, das Logo an der Häuserwand einer Ikea-Filiale in Wien. Solstråle
Ikea bietet mit „Solstråle“ nun auch komplette Photovoltaik-Anlagen an. © Chromorange/Imago/Andreas Tischler/APA-PictureDesk

Der schwedische Möbelriese hat neben Regalen und Polsterbezügen jetzt auch komplette Photovoltaik-Anlagen im Programm. Um diese zu montieren, sollte man aber zumindest ein Dach besitzen.

Bei Ikea bekommst du alles, wirklich alles. Bettzeug, Geschirr, Einbauküchen mit allen Geräten, herrlich ungesunde Süßigkeiten und natürlich Köttbullar, die kleinen schwedischen Knödel aus Faschiertem. Es gibt Pflanzen und Gartenmöbel genauso wie die legendären Billy-Regale, mal mehr, mal weniger schöne Lampen, Polster und Bettzeug. Und das zu meist günstigen Preisen. Zusammenbauen muss man halt das meiste selbst.

Bei gewissen Dingen stoßen aber auch die geschicktesten Handwerker:innen an ihre Grenzen. Gerade bei Elektroinstallationen sollte man Vorsicht walten lassen, vor allem wenn es um Starkstrom geht. Das betrifft auch Photovoltaik-Anlagen, vielen besser bekannt als Solarzellen. Viele Unternehmen haben bereits entsprechende Paneele auf die Dächer ihrer Lagerhallen montieren lassen, die Wiener Linien etwa auf den Betriebsgebäuden und U-Bahnstationen. Es gibt Bürger:innen-Solarkraftwerke, bei denen der Strom vom Friedhof kommt. Oder ein Öko-Solar-Biotop in Niederösterreich, bei dem gutes Gemüse und grüner Strom gleichzeitig erzeugt werden.

Photovoltaik-Anlagen werden gefördert, auch bei Privatpersonen

All das wird entweder vom Staat oder vom jeweiligen Bundesland gefördert. So wurde erst diese Woche bekannt gegeben, dass Firmen in Wien, die ihre Park- oder Lagerhäuser mit Photovoltaiksystemen versehen, finanzielle Unterstützung bekommen. Aber auch Privatpersonen werden ermuntert, auf die Kraft der Sonne zu setzen. Und da kommt eben Ikea ins Spiel, hat der schwedische Möbelriese neuerdings doch auch komplette Photovoltaik-Anlagen im Programm. Unterstützt wird man dabei von Partner Svea Solar, wobei das Produkt einen Ikea-typischen Namen bekommen hat: „Solstråle“.

Voraussetzung ist freilich, dass du ein Haus besitzt. Oder deine Eltern oder Großeltern. Schließlich werden die Paneele von kundigen Mitarbeiter:innen auf das jeweilige Dach geschraubt - was bei einer Mietwohnung ein bisschen schwierig wäre. Dabei läuft das ganze so ab: Zunächst vereinbart Svea Solar mit Interessierten einen Termin im jeweiligen Zuhause und hilft dabei, die Anlage auszusuchen, die am besten zum jeweiligen Bedarf passt. Danach wird ein verbindliches Angebot erstellt. Darin enthalten sind alle Systemkomponenten, Installation und Lieferung. Wird das Angebot angenommen, wird die Anlage installiert und sichergestellt, dass alles ordnungsgemäß funktioniert. Im Anschluss erhalten die neuen Besitzer:innen eine Einweisung. Mithilfe von „Solstråle“ kann das traute Heim nun mit umweltfreundlicher Solarenergie versorgt werden.

Solarenergie ist eine klimafreundliche Möglichkeit

Die Anlage wird also nicht in einem der Ikea-Möbelhäuser abgeholt und dann selbst montiert, das wäre in diesem Fall auch nicht ungefährlich. Billig ist die Angelegenheit auf den ersten Blick nicht, rechnet sich auf lange Sicht aber bestimmt, vor allem angesichts der möglichen Gasknappheit aufgrund des Kriegs in der Ukraine. Da sind Alternativen gefragt, Solarenergie ist eine durchaus klimafreundliche Möglichkeit.

Was kostet der Spaß nun? Die kleinste Anlage mit acht Modulen und einer Höchstleistung von 3,2 Kilowatt beläuft sich auf 9200 Euro inklusive Beratung und Montage. Wer ein besonders großes Dach sein Eigen nennt, kann auf eine Variante mit 28 Paneelen zurückgreifen, das kommt dann auf 17.400 Euro bei 11, 3 Kilowatt Höchstleistung. Das ist ein Haufen Kohle, es gibt aber eben auch eine Förderung. Plus: Es ist umweltfreundlich und du bist unabhängig von Energielieferungen in Form von Gas oder gar Atomstrom. Ikea hat also tatsächlich so ziemlich alles im Programm, auch wenn manches für viele unerschwinglich bleibt. Dass der schwedische Konzern aber zumindest die Möglichkeit zu Solarenergie bietet, kann man ihm schon hoch anrechnen.

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