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Superreich versus Klimaschutz: So ruinieren Milliardäre unsere Erde

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Von: Sophie Marie Unger

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Elon Musk, Tesla-Chef, steht lachend auf der Baustelle der Tesla Gigafactory.
Elon Musk voller Freude über seinen Reichtum. © Patrick Pleul/dpa/dpa-zentralbild

Eine neue Oxfam-Studie bestätigt, dass die Superreichen dieser Welt regelrechte Öko-Vandale sind. Wie groß ihr exzessiver CO2-Verbrauch wirklich ist und wie dieser zustande kommt, erfährt ihr hier.

Rühmte man sich früher noch mit einem teureren Auto, oder einer täglichen Runde am Golfplatz, geben sich die Superreichen heute nicht mehr so leicht zufrieden. Oft sind es Yachten, Privatjets, Hotelketten oder sogar private Raumfahrten, die die Elite glücklich machen. Doch das hat klimatechnisch verheerende Folgen. Die neueste Oxfam-Studie klärt, wieso.

 „Superreiche werden für 16 Prozent der Emissionen verantwortlich sein“

Das reichste Prozent der Welt wird laut Oxfam bis 2030 für bis zu 16 Prozent der globalen Gesamtemissionen verantwortlich sein. Die Zahlen beruhen dabei auf Untersuchungen des Instituts für Europäische Umweltpolitik (IEEP) und des Stockholmer Umweltinstituts (SEI). Die Studie wurde im Zuge der Weltklimakonferenz 2021 in Glasgow präsentiert.

„Pro-Kopf-Emissionen der Reichen übersteigen das 1,5-Grad-Ziel um ein 30-Faches“

Auch diese Zahl der Studie macht noch einmal deutlich, dass gerade jene, die große Klimaziele angekündigt haben - wie etwa Amazon-Gründer Jeff Bezos, der Amazon bis 2040 klimaneutral machen will - sich gerne selbst aus der Verantwortung ziehen und lieber mit Schiffen durch die Weltgeschichte cruisen. Nafkote Dabi, Klimaexpertin bei Oxfam, sagte dazu: „Eine kleine Elite gönnt sich einen Freifahrtschein für die Zerstörung unseres Klimas.“

„Mit einem Weltraumflug erzeugt ein Milliardär mehr CO2, als ein Armer in seinem ganzen Leben“

Klimaexpertin Dabi möchte damit betonen, dass die Folgen eines solchen Lebensstils für Millionen insbesondere arme Menschen katastrophal sind. Bereits jetzt werden diese mit tödlichen Stürmen, Überschwemmungen, Dürren und Plagen konfrontiert. Das wird sich in den kommenden Jahren nochmals extrem verschärfen.

„China und Indien emittieren mehr“

Aus der Studie geht auch hervor, dass sich bei der geografischen Verteilung der Milliardäre ein Wandel abzeichnet. Die traditionellen Industrieländer rücken dabei immer mehr in den Hintergrund. Stattdessen werden fast ein Viertel (23 Prozent) des reichsten ein Prozent Chines:innen sein und ein Zehntel (elf Prozent) der Multimillionäre aus Indien stammen.

„Die Maßnahmen der Regierungen müssten auf extrem Reiche abzielen“

Das zumindest meint der Autor der Studie bei IEEP, Tim Gore. „Dazu gehören sowohl Maßnahmen zur Einschränkung des CO2-Verbrauchs für Luxusgüter wie Megajachten, Privatjets und private Raumfahrt, als auch zur Begrenzung klimaintensiver Investitionen wie Aktienbesitz in der fossilen Brennstoffindustrie“, meint er. Zudem plädiert er bei der Weltklimakonferenz in Glasgow für eine gemeinsame Lösung der Klima- und Ungleichheitskrise.

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