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„Bin sehr sorgfältig umgegangen“: Klimaaktivist von Klimt-Protest meldet sich zu Wort

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Von: Johannes Pressler

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Klimaprotest im Leopold Museum.
Florian Wagner (im Kreis) heißt einer der Klimaaktivisten der Klimt-Aktion im Leopold Museum. ©  Alto/Zuma/APA-PictureDesk/BuzzFeed Austria

Viel wird über die Protestaktion im Leopold Museum diskutiert. Doch was sagt eigentlich einer der Klimaaktivisten dazu?

Jetzt ist es also auch im Leopold Museum passiert. Am Dienstag (15. November) haben zwei Klimaaktivisten der Gruppe „Letzten Generation“ Öl auf ein Gemälde von Gustav Klimt geschüttet. „Stoppt die fossile Zerstörung“, ist die Botschaft. Der Protest bezieht sich auf neue Öl- und Gasbohrungen, passend dazu trat die OMV an diesem Tag als Sponsor im Museum auf. Das Gemälde wurde dank eines Sicherheitsglases nicht beschädigt. Der Schaden an der Schutzvorrichtung sei jedoch „erheblich“. Die Reaktionen auf die Aktion der „Letzten Generation“ könnten nicht unterschiedlicher sein.

Öl auf Klimt-Bild: Klimaaktivist bezieht Stellung

Mittlerweile hat sich einer der involvierten Aktivisten zu Wort gemeldet. Florian Wagner heißt er und ist unter anderem Initiator des österreichischen Zukunftsrats, „wo Menschen für unterschiedliche Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaft steht, gemeinsam Lösungen erarbeiten“, wie es auf der Webseite heißt. Wagner betont auf Twitter, dass es ihm besonders wichtig gewesen sei, dem Klimt-Gemälde keinen Schaden zuzufügen: „Ich bin wirklich sehr sorgfältig vorgegangen, um wirklich nichts zu beschädigen. Bitte lasst uns mit unserer Grundlage ab jetzt auch so sorgfältig umgehen.“

Plakolm (ÖVP) hat „kein Verständnis“

Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm (ÖVP) ist von dem Unterfangen der beiden Klimaaktivisten überhaupt nicht begeistert, wie die 27-Jährige auf Twitter schreibt: „Ich habe absolut kein Verständnis für Klebe- und Kunstzerstörer-Aktivismus. Sich für eine Sache zu engagieren ist großartig und gerade im Bereich Klima mehr als notwendig - mit dem Theater erreicht diese Chaostruppe aber genau das Gegenteil.“ Unterstützung kommt etwa von Mati Randow, einem bekannten ehemaligen Schulsprecher aus Wien. „Die wahre Unsitte ist es, unsere Lebensgrundlage zu zerstören und dann junge Menschen anzugreifen, die verzweifelt dagegen protestieren“, schreibt er auf Twitter.

Reaktion vom Leopold Museum: „Definitiv der falsche Weg“

Die Klimaproteste auf Kunstwerke sind mittlerweile auch in Österreich angekommen. Vor wenigen Tagen klebten sich Aktivistinnen der „Letzten Generation“ an einem Sockel im Dinosauriersaal des Naturhistorischen Museums fest. Nun also im Leopold Museum. Direktor Hans-Peter Wipplinger zeigt zwar Verständnis für die Anliegen der Aktivisten, „aber der Angriff auf Kunstwerke ist definitiv der falsche Weg, um das angepeilte Ziel, die Verhinderung des prognostizierten Klimakollaps“, zu erreichen.

Passend dazu: 11 Tweets, die zeigen, wie gespalten die Meinungen zum Klimt-Protest sind.

Anmerkung: Dieser Artikel wurde am 16. November 2022 veröffentlicht.

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