1. BuzzFeed.at
  2. News
  3. Umwelt

Mit Google Maps kannst du jetzt ordentlich CO2 und Sprit sparen

Erstellt:

Von: Sophie Marie Unger

Kommentare

Illustration shows Google Maps app logo
Wer aufs Auto angewiesen ist, sollte zumindest das in Betracht ziehen. © Ruvic/APA Picturedesk

Vielleicht entgeht man damit ja wirklich dem Tankstellen-Horror.

Hmm... wo kann ich denn noch irgendwo einsparen? Diese Frage poppt zurzeit leider des Öfteren in zahlreichen Situationen des Lebens auf. Mit der „Mission11“ gibt nun sogar die Bundesregierung „vielfältige und bunte“ Tipps fürs Strom- und Energiesparen im kleinen Rahmen. Aber auch etablierte Apps versuchen, den Bedürfnissen der Nutzer:innen nachzukommen: so auch Google Maps. Mit einer neuen Funktion kann man nun eine kraftstoffsparende Route wählen. Wir haben‘s ausprobiert!

via GIPHY

Wie funktioniert‘s?

Google Maps hatte schon zuvor ein paar nice Tricks auf Lager: Bspw., dass Straßen ohne und mit Maut angezeigt wurden, oder, dass bei Staus Ausweichrouten vorgeschlagen wurden. Standardmäßig war aber bislang immer die „schnellste Route“ voreingestellt. Maps fügte vor Kurzem eine neue Route hinzu, welche mit einem grünen Blattsymbol gekennzeichnet ist. Wählt man sie aus, so ist man am sparsamsten Weg unterwegs. Ist dabei die Ankunftszeit vergleichbar - also entsteht keine signifikante Verzögerung -, wird die umweltfreundlichere Route sogar bevorzugt.

Google Maps Karte mit neuer spritsparenden Funktion
Man beachte das grüne Blatt. © Screenshot

Wie kommt die grüne Route zustande?

Berechnet wird die sparsame Route anhand mehrerer Faktoren. Miteinbezogen wird etwa die Straßenneigung, das Tempo-Limit und die Verkehrsstaus, die den Schadstoffausschuss negativ beeinflussen. Da die Funktion in den USA und Kanada bereits vor einigen Monaten implementiert wurde, konnte man dort erste Schlüsse ziehen. Man gehe davon aus, dass die einsparten CO2-Emissionen in den beiden Ländern mit etwa 100.000 weniger Autos vergleichbar sind, hieß es vonseiten des Unternehmens.

Der Spar-Test

Mit der neuen Funktion sollen künftig nicht nur Millionen Tonnen an CO2-Emissionen vermieden werden, sondern vor allem auch mehr im Börserl übrig bleiben. In Zeiten, in denen Tankstellen Schweißausbrüche hervorrufen, ist das schon eine Art Erlösung. Und auch bei meiner Testfahrt konnte ich einen positiven Effekt feststellen. Bei der Hinfahrt wählte ich absichtlich die schnellste Route, wobei bei einer Strecke von rund 100 Kilometern 7,7 Liter Benzin verbraucht wurden. Bei der Rückfahrt (die Strecke war ebenerdig, also nicht signifikant anders) wählte ich die grüne Route. Es wurden „nur“ 7,3 Liter Benzin benötigt.

Greenwashing?

Dass Google aufgrund zahlreicher Rechenzentren und Co. nicht unbedingt das grünste Unternehmen der Welt ist, liegt auf der Hand. Bei der Google Suche gibt es bereits zahlreiche Alternativen, wie das junge Unternehmen Gexsi, welches sich nachhaltigen Werten verschrieben hat. Deshalb liegt der Verdacht, es könnte sich um Greenwashing handeln, nicht ganz fern. Doch das Unternehmen entgegnet, dass viele Nutzer:innen bereits von selbst auf alternative Fortbewegungsmittel zurückgreifen. So sei die Suche nach Routen mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Österreich im Vergleich zum Vorjahr um 70 Prozent angestiegen. Bei Fußwegen sind es 55 Prozent und bei Radrouten immer noch 30 Prozent.

Am allerbesten wäre natürlich der komplette Verzicht auf das Auto. Hier gibt‘s einige alternative Mobilitätskonzepte.

Auch interessant

Kommentare