1. BuzzFeed.at
  2. News
  3. Umwelt

5 österreichische Handelsunternehmen testen Mehrweg-Lösungen im Online-Paketversand

Erstellt:

Von: Sophie Marie Unger

Kommentare

"Grüne Verpackung": Der Test für wiederverwendbare Lösungen startet
Dieses Verpackungsmaterial ist zukunftsweisend und wird zurzeit von 5 Handelsunternehmen in Österreich getestet. © Christian Husar

Der neue Bericht des Weltklimarates zeigt deutliche und drastische Veränderung der Natur durch die Klimakrise. Es benötigt tiefgreifende Maßnahmen. Eine davon wird ab heute im österreichischen Online-Handel getestet.

Jede:r kennt‘s: Auch wenn man eigentlich nur ein, zwei Sachen bestellt, kommen die meistens fünffach verpackt daher. Was bleibt, ist enormer Verpackungsmüll. Eine umweltfreundliche Entsorgung im Sinne der richtigen Mülltrennung ist abschließend das höchste der Gefühle. Das soll sich in Österreich aber bald ändern. Heute startete für sieben heimische Unternehmen ein Pilotprojekt für wiederverwendbare und nachhaltige Versandverpackungen im Online-Handel.

Wer macht da mit?

Ausgehend von der Österreichischen Post AG beteiligen sich neben der FH Oberösterreich die Handelsunternehmen dm, INTERSPORT, Tchibo, Thalia und INTERSPAR weinwelt an dem Pilotprojekt „Grüne Verpackung“. Dabei wurden im Vorhinein auf Basis von Analysen der FH Oberösterreich vier geeignete Verpackungstypen ausgewählt, die nun beim Versand bestimmter Produkte zum Einsatz kommen. Die FH Oberösterreich analysiert dann bis September 2022 die Lebensdauer und Praktikabilität der Mehrwegverpackungen.

Das Engagement der teilnehmenden Unternehmen ist groß. „In Zeiten von Onlineshops, Pandemie und immer größerem Versandaufkommen müssen Lösungen des Verpackungsproblems gefunden werden“, so etwa die Geschäftsführerin von Thalia Österreich, Andrea Heumann. Auch für den größten Sportfachhändler Österreichs sei die „grüne Verpackung“ ein weiterer essenzieller Puzzlestein im Sinne der Nachhaltigkeit. „Wir freuen uns sehr, als einer der ersten Händler bei diesem Schritt dabei sein zu können“, sagte INTERSPORT-Logistikleiter Günther Junkowitsch.

Was ändert sich für die Empfänger:innen?

Der Bestellprozess bleibt absolut gleich. Kommt ein Produkt in Mehrwegverpackung bei dir an, so erhältst du auch eine Anleitung, wie du die Verpackung zurückschicken kannst. Grundsätzlich wird sie gefaltet und je nach Größe über Briefkästen, Post-Geschäftsstellen oder SB-Zonen der Post an die Handelsunternehmen zurückgeschickt. Die Verpackungen von dm, Thalia und Tchibo können auch an den jeweiligen Filialstandorten der Unternehmen zurückgegeben werden. Danach werden die Verpackungen gereinigt und wieder ausgesendet. Super wäre auch, wenn du den Online-Fragebogen zum Verpackungsmaterial und der Abwicklung ausfüllen könnest. Der Link zur Umfrage sowie ein QR-Code werden den Sendungen beigelegt.

Und was bringt‘s für‘s Klima?

Eine vorangegangene Studie der FH Oberösterreich hat bereits herausgefunden, dass im österreichischen Online-Handel durch den Aufbau eines Mehrwegzyklus die größten Emissionseinsparungen möglich sind.  Die Verpackungen bestehen entweder aus nachwachsenden Rohstoffen oder recyceltem PET und haben teils eine Lebensdauer von 125 Zyklen (die Verpackung wird 125 Mal öfter verwendet, bevor sie kaputtgeht und endgültig entsorgt wird). Die CO2-neutrale Zustellung der Post trägt zusätzlich zur Nachhaltigkeitsbilanz bei.

Wenn du wissen willst, welche Startups sich mit nachhaltigen Ideen beschäftigen, kannst du diese Liste abchecken.

Auch interessant

Kommentare