1. BuzzFeed.at
  2. News
  3. Umwelt

9 Orte, an denen du in Wien gratis baden kannst

Erstellt:

Von: Christian Kisler

Kommentare

Montage: Strombucht an der Alten Donau, Seestadt Aspern
Ob an der Strombucht oder in der Seestadt Apsern, in Wien gibt es einige Plätze, an denen du gratis baden kannst. © Willfried Gredler-Oxenbauer/APA-PictureDesk/BuzzFeed Austria

Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad sehnen wir uns alle nach Abkühlung. An diesen 9 Orten in Wien kannst du gratis baden gehen.

Wenn am Sonntag über 30 Grad erreicht werden sollen, wird das heuer nicht das letzte Mal gewesen sein. Da ist jedes Mittel recht, um sich kurz Abkühlung zu verschaffen, und sei es nur, den großen Zeh ins kühle Nass zu tunken. Das geht natürlich auch zu Hause mit einem Kübel Wasser, in der freien Natur ist es aber viel schöner. Gesetzliche Grundlagen für hitzefreie Tage gibt es in Österreich nicht, da kann es 35 Grad im Schatten haben. Zumindest Fiakerpferde sollen bei derart hohen Temperaturen geschont werden. Und wenn wir schon in Wien sind: Hier sollen sogenannte „Cooling Zones“ den übermäßig heißen Sommer in der Stadt erträglicher machen.

Nichts geht aber über einen Sprung in die kühlen Fluten. Okay, einfach nur ein bisserl plantschen ist eh auch okay. Freibäder sind auf Dauer aber hoffnungslos überlaufen, deswegen hier unsere Tipps, wohin du baden gehen kannst, ohne auch nur einen Cent für den dortigen Besuch zahlen zu müssen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, selbstverständlich.

1. ArbeiterInnenstrand an der Alten Donau

Ein moderner Klassiker. Das ehemalige, seit über hundert Jahren existierende Arbeiterstrandbad, wurde 2015 von der Stadt Wien übernommen und zum ArbeiterInnenstrand. Das 23.000 Quadratmeter große Areal bietet alles, was Wasserratten und Sonnenanbieter:innen sich nur wünschen, für Schatten ist durch neu gepflanzte Bäume auch gesorgt. Und wie gesagt: Es kostet nix und ist dabei nur 15 Minuten Fußmarsch von der U1-Station „Alte Donau“ entfernt. Pflichtbesuch.

2. Kaiserwasser am Seitenarm der Alten Donau

Auch schon längst kein Geheimtipp mehr, dennoch nicht überlaufen, ist das Kaiserwasser in einem Seitenarm der Alten Donau. Der Ausblick auf die UNO-City ist eine Wucht, das Wasser klar und erfrischend, der Schatten spendende Baumbestand zum größten Teil unter Denkmalschutz, die große Liegewiese netterweise öffentlich zugänglich. Schon sehr super, das.

3. Strombucht und Romawiese an der Alten Donau

Weil das ArbeiterInnenstrand an der Alten Donau so ein durchschlagender Erfolg war und ist, hat die Stadt Wien die Strombucht 2016 zum gratis Baden zur Verfügung gestellt. Am unteren Ende der alten Donau am Dampfschiffhaufen kann man sich gediegen abkühlen. Wer es lieber traditioneller mag, kann der Romawiese gleich neben dem Angelibad einen Besuch abstatten, ebenfalls an der Alten Donau.

4. Badeteich Hirschstetten

Es muss ja nicht immer die alte Donau sein. Im 22. Bezirk weiß auch der Badeteich Hirschstetten zu erfrischen. Auch hier gibt es Schattenplätze und mit dem „Laguna“ ein Restaurant, in dem du Burger habern kannst. Nicht uninteressant für Hundebesitzer:innen: Am südlichen Ufer dürfen sich auch die geliebten Vierbeiner abkühlen. Herrlich!

5. Ziegelteich am Wienerberg

Wir wechseln kurz weg von Transdanubien in den Süden Wiens. Hier ist mit dem Naherholungsgebiet Wienerberg eines der beliebtesten Ausflugsziele, quasi mitten in der Stadt. Und legendär die einst zahlreichen Ziegelteiche, von denen nur noch ein großer erhalten ist, umgeben von Schilf und Sträuchern. Ganz unzugänglich ist er freilich nicht, es gibt auch ein paar Liegewiesen und nicht nur für Romantiker:innen einige gut versteckte Platzerl mit Wasserzugang. Hunde dürfen auch hier ins kühle Nass, außerdem gibt es die Möglichkeit für ein Beachvolleyball- oder Fußballmatch zwischendurch. Zu jeder Jahreszeit ein Tipp.

6. Familienbadestrand auf der Donauinsel

Die Donauinsel ist nicht nur der Schauplatz für das nach ihr benannte Donauinselfest, das größte Open-Air-Festival der Welt, zumindest bei freiem Eintritt. Sie ist auch das liebste Naherholungsgebiet der Wiener:innen, sei es zum Grillen, zum Rad- oder Tretbootfahren. Selbstredend, dass hier auch dem Badespaß gefrönt wird, was fast überall gemacht werden kann. Nicht überall ist es allerdings so einladend wie am Familienbadestrand. Hier wurde alles mit Kies aufgeschüttet, in unmittelbarer Nähe gibt es Gastronomie, Kinderspiel- und Beachvolleyballplätze und, besonders wichtig, WC-Anlagen. Tief ist es hier nicht, das Wasser ist maximal einen Meter tief. Und: Hunde müssen aus Sicherheits- und Hygienegründen draußen bleiben.

7. „Pirat Bucht“ an der Neuen Donau

Bleiben wir an der schönen Neuen Donau, auch als Donauinsel bekannt. Die „Pirat Bucht“ ist ebenfalls nix für Hunde-Freund:innen, diese müssen andernorts Erfrischung suchen. Hier regiert statt Kiesel Sand, aufgeschüttet über eine Länge von 200 Metern und eine Fläche von 3.500 Quadratmetern, ziemlich genau zwischen dem Vienna City Beach Club und dem Wakeboard-Lift. Dank flacher Badeeinstiege gelangst du hier besonders einfach ins Wasser. Es gibt Holz-Sitzgelegenheiten, Baumstämme, alte Steinquader, Mistkübel und nicht weniger sechs Mobil-WCs. Bleibt nur die Frage, warum das hier eigentlich „Pirat Bucht“ heißt.

8. Seestadt Aspern

Irgendwo im Nirgendwo liegt die Seestadt Aspern, städtebaulich nicht ganz so gelungen, wie man das gern gehabt hätte. Immerhin macht sie ihrem Namen alle Ehre, gibt es hier doch einen gar nicht so kleinen See. Der ist allerdings nicht unbedingt als reiner Badesee ausgelegt, öffentlicher Zugang erfolgt nur über zwei Kieselsand-Streifen am Südufer. Am östlichen Ufer wiederum darf auch dem Hund ein wenig Erfrischung gegönnt werden. So viel zum Thema „Hundstage“.

9. Dechantlacke und Panozzalacke in der Lobau

Willst du in der Oberen Lobau baden gehen, solltest du äußerste Vorsicht walten lassen. Schließlich ist das Baden und Schwimmen im Nationalpark Donau-Auen aus Rücksicht auf die Tier- und Pflanzenwelt nicht überall gestattet. Ausnahmen gibt es selbstverständlich dennoch, etwa die allseits beliebte Dechantlacke, ein kleiner See mit Insel inmitten des Auwaldes. Auch bei nackt badenden Menschen sehr beliebt, also Achtung, wenn du damit ein Problem hast. Das Wasser ist auch ein wenig wärmer als in anderen Gewässern in der Umgebung. Die Panozzalacke hingegen ist nicht nur für Sparefrohs geeignet, sondern auch für Kinder. Hier ist es nicht besonders tief, es ist tatsächlich eine größere Lacke. Rundherum gibt es großzügige Liegeflächen. Wie auch die Dechantlacke erreichst du die Panozzalacke zu Fuß oder mit dem Rad, die Wege sind jedenfalls gut ausgeschildert. Dem kostenlosen Badespaß sollte nichts mehr im Wege stehen.

Auch interessant

Kommentare