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Straßenverkehr in Österreich: 126.400 Kilometer langes Straßennetz

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Verkehr Südosttangente in Wien Österreich.
Symbolbild: Der Straßenverkehr auf der Südosttangente in Wien im September 2021. © Ernst Weingartner/Imago

99 Prozent der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrssektors in Österreich belaufen sich auf den Straßenverkehr. Wissenswertes über den PKW-, LKW- und Straßengüterverkehr im Land:

Es ist kein Geheimnis: Die wesentlichsten Umwelteinflüsse, die durch den Verkehr hervorgerufen werden, sind:


Auch, dass der Verkehr das Klima beeinflusst, ist kein Geheimnis. Vermehrt auftretende Wetteranomalien und Extremwetterereignisse werden von einer überwiegenden Mehrzahl von Wissenschaftlern auf den Klimawandel zurückgeführt. Zu den klimawirksamen Gasen zählen:

Straßenverkehr in Österreich: Entwicklung seit 1950

Die größten Verursacher der weltweit ausgestoßenen Treibhausgas-Emissionen sind die Sektoren Energie und Industrie (37 Prozent), Verkehr (30 Prozent) sowie Gebäude und Landwirtschaft (je 10 Prozent). Einer der Hauptverursacher für Treibhausgas-Emissionen (insbesondere Kohlenstoffdixid) ist also – und daher auch in Österreich – der Straßenverkehr und hier insbesondere der PKW-Verkehr.

1950 gab es in Österreich ungefähr 100.000 Personenkraftwagen. Im Jahr 2020 betrug die Zahl in Österreich bereits rund 5,09 Millionen für den Straßenverkehr zugelassene Autos und erreichte damit einen neuen Höchststand. Rund 512.241 Lastkraftwagen und noch einmal so viele Zugmaschinen und Sattelzugfahrzeuge mit Otto- und Dieselmotoren waren 2020 für den Straßenverkehr zugelassen und in Österreich auf insgesamt 1.749 Kilometern Autobahn sowie 509 Kilometern Schnellstraße (Wert: 2021) unterwegs.

Interessant ist: Aufgrund des coronabedingten Zusammenbruchs von Verkehr und Wirtschaft hatten sich die heimischen Treibhausgasemissionen im Lockdownjahr 2020 um 7,7 Prozent gesenkt. Es wurden in Österreich um rund 1,8 Milliarden Liter weniger Diesel und Benzin getankt. Der CO2-Ausstoß des Kfz-Verkehrs hat damit im Jahr 2020 um über vier Millionen Tonnen abgenommen, so der Verkehrsclub Österreich (VCÖ).

Verkehr in Österreich: Anstieg der Treibhausgase

Das große Bild konnte aber auch durch die Coronapandemie nicht geändert werden: Laut dem Umweltbundesamt ist seit dem Jahr 1990 in Österreich eine Zunahme der Treibhausgase um rund 74,4 Prozent zu verzeichnen. Im Vergleich zum 2018 stiegen 2019 die Treibhausgasemissionen aus dem Verkehr um rund 0,4 Prozent bzw. 0,1 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent. Grund für den Anstieg der Emissionen ist die weitere Zunahme des Kraftstoffabsatzes, insbesondere Diesel, und der gestiegenen Fahrleistung bei leichten Nutzfahrzeugen.

Es gibt aber auch positive Meldungen: Durch den Einsatz von Biokraftstoffen konnten im Jahr 2019 1,56 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent eingespart werden. Durch Optimierung der klassischen Antriebe und durch konsequenten Leichtbau konnte der durchschnittliche CO2-Ausstoß von in der EU neu zugelassenen Pkw seit 1995 um ein Drittel gesenkt werden.

Verlagerung auf die Schiene?

Auch der Straßengüterverkehr, der in ganz Europa bis 2030 um 30 Prozent zunehmen wird, spielt eine entscheidende Rolle. Das bedeutet, dass rund eine Million mehr LKW unterwegs sein werden als heute. Dabei macht der Straßenverkehr bereits jetzt allein in Österreich etwa 99 Prozent der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrssektors aus.

Der Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes gilt daher als wichtigste Alternative, um die Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren. Auch im Privatbereich wird plädiert, vom Auto auf die Schiene zu wechseln, denn die klimaschädlichen Emissionen sind in Österreich beim Bahnfahren laut Umweltbundesamt im Schnitt um 96 Prozent niedriger als beim Autofahren. In Zahlen bedeutet das: Pro 1.000 Kilometer, die mit der Bahn statt mit dem Auto gefahren werden, werden im Schnitt fast 210 Kilogramm Treibhausgas-Emissionen vermieden.

Eine weitere Maßnahme, um verkehrsbedingte Treibhausgasemissionen zu reduzieren, wäre die Einführung von Tempolimits sowie die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene. Laut Experten gäbe es dafür mehrere Gründe:

Einfluss auf die Umwelt

Die wesentlichsten Umwelteinflüsse, die durch den Verkehr hervorgerufen werden, sind:

Von Wolfgang Wonesch

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