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Die neue StVO sorgt für jede Menge Vorteile für Radfahrer:innen und Fußgänger:innen

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Von: Christian Kisler

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Radfahrer:innen und Fußgänger:innen in Wien Straßenverkehrsordnung (StVO)
Die Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) berücksichtigt vor allem Fußgänger:innen und Radfahrer:innen. © Tobias Steinmaurer/APA-Picture-Desk/BuzzFeed Austria

Die Spatzen haben es von den Dächern gerufen: Eine umfassende Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) sieht vor, Radfahren und Zufußgehen sicherer und attraktiver machen.

„Die Spielregeln stammen zum Teil noch aus den 1960er-Jahren“, sagte Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) am Freitag, den 29. April, bei der Pressekonferenz, in der sie die umfassende Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) vorstellte. Jetzt kannst du natürlich einwerfen, du hättest gar kein Auto, was geht dich StVO an? Ziemlich viel, denn diese enthält die Verhaltensregeln für alle Verkehrsteilnehmer:innen und an diese gilt es sich auch als Fußgänger:in oder Radfahrer:in zu halten.

Vor allem für alle, die gerne mit dem Drahtesel unterwegs sind, ändert sich einiges, allerdings durchaus zu ihren Gunsten. Gegen Einbahnstraßen darf künftig weiträumiger gefahren werden, wenn sie ohne Parkplätze mindestens vier Meter breit sind und maximal Tempo 30 gilt. Da nach wie vor 40 Prozent aller Autofahrten kürzer als fünf Kilometer sind, soll besonderes Augenmerk auf die Sicherheit und Attraktivität gelegt werden. Eine Distanz, die jedenfalls problemlos bewältigbar sein sollte.

Fußgänger:innenfreundlichere Ampelschaltungen und Rechtsabbiegen für Radfahrer:innen

Bei weiteren Strecken empfiehlt sich etwa ein Elektrofahrrad, zumal der Mindestabstand beim Überholen von Radfahrer:innen auf zwei Meter auf Landstraßen, auf 1,5 Meter in der Stadt ausgebaut worden ist. Da wir ja alle früher oder später mal zu Fuß unterwegs sind, soll für alle mehr Platz geschaffen werden, auch für Menschen, die mit Rollatoren oder Rollstühlen unterwegs sind - zumal in Wien die Gehsteige bis dato oft zu schmal sind. Somit haben sie Vorrang auf den Gehwegen, bei Öffi-Haltestellen müssen Autos, die rechts davon unterwegs sind, stehen bleiben, solange Fahrgäste ein- und aussteigen, und zwar ausnahmslos. Außerdem soll es fußgänger:innenfreundlichere Ampelschaltungen mit schnelleren und längeren Grünphasen geben.

Ganz wesentlich für alle Fahrradfahrer:innen: die Einführung des Grünpfeils. Bei einzelnen Kreuzungen ist es Radler:innen dank dem neuen Verkehrsschild „Grünpfeil“ immer erlaubt, rechts abzubiegen. Diese haben gegenüber querenden Fußgänger:innen wiederum Nachrang. Außerdem darf man mit Rad nebeneinander fahren, zumindest in Tempo-30-Zonen, Eltern neben ihren Kindern überall, nur nicht auf Straßen, auf denen Straßenbahnen unterwegs sind - wegen der Gleise. Alles in allem scheint es eine gelungene Novelle zu sein, bleibt zu hoffen, dass es nicht an der Umsetzung scheitert.

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