1. BuzzFeed.at
  2. News
  3. Umwelt

5 Tipps, wie du die Fastenzeit für den Beginn von klimafreundlichem Verhalten nutzen kannst

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christian Kisler

Kommentare

Montage: ein Mann öffnet ein Fenster, eine junge Frau repariert ein Fahrrad
Zu umweltfreundlichen Verhalten zählen Dinge wie richtig Fenster lüften oder Dinge zu reparieren, statt sie wegzuwerfen. © Imagebroker/Westend61/Imago/BuzzFeed Austria

Die Fastenzeit hat schon begonnen, dauert aber noch ein bisschen. Die Gelegenheit kann man ergreifen, sein Verhalten klimafreundlicher zu gestalten. Hier sind ein paar Starthilfen.

Man muss nicht unbedingt religiös sein, aber um die Fastenzeit kommt man nicht herum. Und sei es nur, dass man weiß, dass es das jetzt war mit Fasching und Ausgelassenheit, zumindest bis Ostern. So ist es, gefastet wird zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag, wobei die Sonntage ausgelassen werden. Irgendwie nicht ganz konsequent, schließlich geht es um Verzicht. Das kann weniger bis gar kein Fleisch sein, was viele Menschen mit reichlich Fischverzehr ausgleichen. Kein Alkohol, weniger Süßigkeiten. Das ist alles fein und kann von mir aus auf das ganze Jahr ausgeweitet werden. Allerdings musst du dich nicht auf Ernährung beschränken. Als Nebeneffekt kommt dabei auch noch klimafreundliches Verhalten raus.

1. Richtig Lüften und Energie sparen

Irgendwie ist es ein Widerspruch in sich: Lüften ist gerade seit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie angesagt, vor allem dann, wenn sich mehrere Menschen in einem Raum befinden. Gleichzeitig entweicht so aber auch die Raumwärme. Vor allem, wenn es draußen kalt ist, will man ja nicht ständig frieren. Statt also die Fenster stundenlang gekippt zu lassen, sie lieber kurz ganz aufreißen und gut durchlüften. Das spart nicht nur Energie und Geld, sondern beugt auch noch der Schimmelbildung vor. Und im Sommer lieber in vernünftige (Außen-)Jalousien investieren als in teure, wartungsintensive und alles andere als umweltfreundliche Klimaanlagen.

2. Sich klimaschonend anziehen

Wenn es um Gewand geht, kannst du mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen, wenn du dich umweltbewusst und modebewusst anziehen willst. Second-Hand-Kleidung kannst du online erwerben oder in einem der zahlreichen Stores. Sieht oft besser aus und du durchbrichst den Kreislauf der Kleidungsstücke, die einmal getragen und dann weggeworfen werden. Wenn sich bei dir das nicht genutzte Gewand schon bis an die Decke stapelt, kannst du auch eine Kleidertauschparty organisieren. Wenn es doch was Neues sein muss, dann lieber Bio-Baumwolle statt Kunstfaser, ist auch besser für die Haut. Und Wäsche tendenziell bei niedrigen Temperaturen waschen. Auch bei 30 Grad wird das meiste sauber, außerdem dankt es dir die Umwelt.

3. Reparieren lassen oder ausborgen statt neu kaufen

Zugegeben, es ist schon verlockend: Gehen der Toaster, der Plattenspieler oder das Fahrrad kaputt ist es oft günstiger oder zumindest gleich billig als es richten zu lassen. Oft aber auch nicht, und an bestimmten Gegenständen, eben dem Fahrrad oder dem Plattenspieler, hängt auch oft dein Herz. Besitzt du nicht das nötige Geschick, gibt es auch bei dir Reparaturnetzwerke und geübte Spezialist:innen. Musst du dich allerdings selbst daheim als Heimwerker:in versuchen, dann empfiehlt es sich, die Geräte auszuborgen. Nicht alle haben ein Schleifgerät oder eine Akkubohrmaschine zu Hause, warum auch. Für den Fall, dass niemand in deiner Familie oder deinem Freund:innenkreis derart ausgerüstet ist, gibt es auch Verleihservices, manchmal auch gratis. Einfach mal googeln.

4. Garteln für das Klima

Nichts macht mehr Freude, als selbst gezogene Kräuter und Gemüsesorten. Natürlich haben nicht alle einen eigenen Garten, das wäre natürlich der Idealzustand. Und auch wenn es keinen Balkon, keine Terrasse, keine Loggia bei deiner Bleibe gibt, so kannst du immer noch am äußeren Fensterbrett ein Blumen- und Kräuterkistl aufstellen - vernünftig befestigen nicht vergessen! In jedem Fall aber nur torffreie Erde kaufen, so bleiben die wertvollen Hochmoore, wo der Erde sonst entnommen wird, geschützt. Wenn du den Platz hast, leg einen eigenen Komposthaufen an oder besorg dir eine Wurmkiste. So musst du nicht auf umweltschädlichen Kunstdünger zurückgreifen. Und wenn du es schaffst, dich um die Begrünung der Fassade zu kümmern, wirst du es nicht nur im Sommer kühler haben, sondern auch einen Beitrag zum Klimaschutz geleistet haben.

5. Mehrwegflaschen kaufen und Einkaufsliste schreiben

In den Supermarkt müssen wir alle mal. Wenn du nicht nur Tee, Kaffee und Wasser, sondern auch Säfte und Limonaden, Bier und Mineralwasser trinkst, dann achte beim Kauf darauf, Mehrwegflaschen zu kaufen. Die sammeln sich dann womöglich in deiner Küche an, aber immerhin bekommst du ja irgendwann ein paar Cent Pfand zurück, wenn du sie zurückbringst. Prinzipiell immer gut: eine Einkaufsliste. Die musst du ja nicht händisch schreiben, du kannst sie auch in dein Smartphone tippen. So läufst du weniger Gefahr, zu viele Lebensmittel einzukaufen und diese dann womöglich wegwerfen zu müssen. So kannst du ganz leicht klimafreundlich in den Supermarkt gehen.

Auch interessant

Kommentare