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Die Waldbrandgefahr steigt und das kannst du dagegen tun

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Von: Christian Kisler

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Montage: Waldbrand in Niederösterreich, Grillverbotstafel um Linz
Wegen der akuten Gefahr eines Waldbrands wurde bereits jetzt ein Grillverbot ausgesprochen. © Einsatzdoku/Daniel Scharinger/APA-PictureDesk

Mit dem offiziellen Frühlingsbeginn zieht es auch immer mehr Menschen in die Natur. Gerade in den zahlreichen Wäldern ist Vorsicht geboten: Es ist viel zu trocken, damit steigt die Brandgefahr.

Aus „Wochenend und Sonnenschein“ kann dieser Tage leicht „This Fire“ werden. Voraussetzung ist, dass du dich in einem Wald aufhältst. Und das kann leicht passieren, suchen die Österreicher:innen doch gerne von Bäumen bewachsene Gebiete auf, zur Erholung am Wochenende für einen Spaziergang oder eine leichte Wanderung beispielsweise. In unserem Land gibt es dafür - noch - reichlich Wälder, vom kleinen Forst bis zum riesigen Naturschutzgebiet. Auch für Städter:innen gibt es reichlich Gelegenheiten, sich an der Natur zu erfreuen, etwa den Wiener Wald mit dem Lainzer Tiergarten und die zahlreichen, spätestens aus dem ersten Lockdown bekannten Stadtwanderwege. Dazu werden immer mehr Erholungsgebiete mit neuen Wäldern und Wiesen errichtet, dort, wo die Stadt wächst.

Alle gemeinsam haben sie derzeit ein Problem: Es mangelt an Wasser. Sprich: Es hat viel zu lange nicht geregnet, es ist einfach zu trocken für die Jahreszeit. Schenkt man den Meteorolog:innen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Glauben, wird das leider auch noch länger so bleiben. Das ist nicht nur für die Landwirtschaft ein Problem. Dem Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien zufolge sind die Böden unserer Wälder und Wiesen bis in Tiefen von über 20 Zentimeter vertrocknet. Das lässt sich auch auf andere Gebiete in Österreich umlegen und ist beunruhigend, brennt dadurch doch der Grund sehr leicht wie Zunder, die Gefahr für Waldbrände ist immens hoch. Wenn du dich erinnerst, wütete erste letztes Jahr, im Herbst 2021, der größte Waldbrand in der Geschichte unseres Landes. Diese Naturkatastrophe an der Rax in Niederösterreich hat sich nicht nur ins Gedächtnis meiner Kollegin Sophie eingebrannt.

Um Waldbrände zu verhindern, wurde bereits jetzt ein Grillverbot verhängt

Die Stadt Wien hat mit einer Maßnahme reagiert, die sonst erst in trockenen Sommern ausgesprochen und nicht schon rund um den Frühlingsbeginn: mit einem Grillverbot noch vor Beginn der Saison. „Ab sofort ist aufgrund möglicher Waldbrandgefahr ein Grillverbot für alle öffentlichen Grillplätze in der Stadt verhängt. Auch das Rauchen, das Hantieren mit offenem Feuer und Licht sowie jegliches Feuerentzünden im Wald und dessen Gefährdungsbereich im Gebiet der Stadt Wien sind verboten. Das Verbot gilt bis auf Weiteres und wird erst bei nachhaltigen Regenschauern wieder aufgehoben“, heißt es in der dazugehörenden Aussendung. Also erst, wenn es ausgiebig geregnet hat, kannst du wieder mit brennenden Fackeln und Zigaretten durch den Wald spazieren. Und auch das kleinste Lagerfeuer lässt du bitte bleiben.

Wenn du selbst im Garten deiner Eltern oder im Schrebergarten von Freund:innen eine Grillage veranstalten willst, ist dir das gestattet - so sich der nächste Wald nicht gleich um die Ecke befindet. Ratsam ist es derzeit nicht, schon ein einzelner Funken kann einen verheerenden Waldbrand auslösen, auch beim Rauchen ist Vorsicht geboten. Das ist zwar prinzipiell ungesund, Tschickstummel sollten nur in den dafür vorgesehenen Behältern entsorgt werden oder aber in eigenen Handaschenbechern. Noch gibt es bei uns wie in Dänemark auf das Einsammeln von Zigarettenstummeln trainierte Krähen und Raben. Im Wald solltest du das Pofeln ohnehin lassen - das schaffst du locker. „Sollten Sie während eines Spazierganges einen Waldbrand entdecken, bitte sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 122 alarmieren“, ruft Forstdirektor Andreas Januskovecz zur Mithilfe auf. Und wenn es „nur“ Rauchschwaden sind oder ein leichtes Glosen: Lieber einmal zu oft anrufen, bevor es wieder ein Desaster wie auf der Rax gibt.

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