1. BuzzFeed.at
  2. News
  3. Umwelt

8 Orte, an denen ihr shoppen könnt, wenn euch irgendwas an eurer Zukunft liegt

Erstellt:

Von: Sophie Marie Unger

Kommentare

Einfärbige T-Shirts, Westen, Hemden und Jacken auf einer Kleiderstange
Das Konzept „Capsule Wardrobe“ trägt zum Klimaschutz bei. © Piotr Szulawski/Unsplash

So und jetzt will ich aber wirklich „was fürs Klima tun“. Nice, dann kannst du diese Erkenntnis gleich bei deiner nächsten Shoppingtour umsetzen. Denn es gibt sie wirklich - Shops, die nachhaltige aber trotzdem trendige Kleidung anbieten. Wir wollen euch in unserer Reihe „Klimaliebe“ einige davon vorstellen.

„Jetzt hast da scho wieder einen neuen Fetzn kauft“, dieses Mama-Zitat kennt vermutlich jede:r Fashionliebhaber:in. Und wie so oft haben die Mamas dann halt doch recht. Denn brauchen tun wir‘s in den meisten Fällen nicht und auch wenn es unserem Börserl nicht unbedingt schadet, den Preis den die Umwelt dafür bezahlen muss ist enorm.

Mehr als fünf Prozent der globalen Emissionen gehen zurzeit nämlich auf neue Kleidung zurück. Einer Untersuchung der britischen Ellen-MacArthur-Stiftung nach könnte die gesamte Textilindustrie bis 2050 sogar für ein Viertel des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes verantwortlich sein. Und nicht nur das, da ein Großteil der Kleidung in Asien produziert wird, gelten dort über zwei Drittel der Flüsse und Seen als verschmutzt. 6.500 verschiedene Chemikalien sind an der Herstellung von Textilmaterialien beteiligt, viele davon sind giftig, werden noch immer ungeklärt abgeleitet und gelangen dann in unser Trinkwasser. Viele österreichische Textilbetriebe wollen dem entgegenwirken. Wir zeigen euch einige davon.

1. Denim und Zeitlosigkeit

Fangen wir mit einem Klassiker an: Jeans sind einfach praktisch und aus unseren Schränken nicht mehr wegzudenken. Dass Denim aber nicht gerade ein umweltfreundlicher Stoff ist, weiß man schon länger. Das österreichische Label „Torland“ hat einen Weg gefunden, den Allrounder umweltfreundlicher zu produzieren. Gründer, Sascha Hümberli, ist Umweltwissenschaftler und weiß daher wie‘s geht. Die Modelle sind zudem innovativ geschnitten - man braucht daher nicht jedes Jahr eine neue Hose. Die Shops verteilen sich über das ganze Land, aber auch Online-Shopper:innen kommen auf ihre Kosten.

Kostenpunkt: €€
Für jede:n

2. Farben und Lebensgefühl

Wer es gerne kunterbunt hat, sollte bei „Maronski“ in der Neubaugasse in Wien vorbeischauen. Mit kraftvollen Farben möchte Designerin Martina Meixner Menschen motivieren, (umwelt-)bewusster durchs Leben zu gehen und dieses Gefühl auch an andere weiterzugeben. All ihre Teile sind aus biologischen Stoffen gefertigt und spüren förmlich vor Lebensfreude. Der Name Maronski hat übrigens karibische Wurzeln und ist recht tiefgründig, denn die Bevölkerungsgruppe der „maroons“ kämpften dort erfolgreich gegen den Kolonialismus.

Kostenpunkt: €€
Für jede

3. Sport und Recycling

Sportkleidung muss mehrere Ebenen bedienen. Neben Design steht nämlich für viele logischerweise die Funktionalität im Mittelpunkt. Diese Kombination alleine ist schon knifflig, klimatechnisch kommen dann noch zusätzliche Herausforderungen hinzu. Das Label „Montreet“ scheut aber nicht vor diesen Hürden zurück und setzt auf die bekannte Methode des Recyclings. Leggins, Jacken und Hosen werden dabei in Österreich aus recycelten Fasern hergestellt. Zudem bietet das Unternehmen einen Reparaturservice für in Mitleidenschaft gezogene Teile und einen Mietservice an und geht so auch gegen Müllvermeidung vor. Der Shop befindet sich in der Neubaugasse in Wien oder ist online unter montreet.net erreichbar.

Kostenpunkt: €€€
Für jede:n

4. Minimalismus und Capsule Wardrobe

Für das österreichische Modelabel „Viktoria&Viktor“ ist Minimalismus das wichtigste Element der Nachhaltigkeit. Und das kommt nicht von ungefähr, denn in den vergangenen Jahren hat vor allem ein Konzept vielen einen nachhaltigeren Alltag beschert. Das Mode-Phänomen Capsule Wardrobe zielt darauf ab, nur noch jene Teile im Schrank zu haben, die man auch wirklich braucht. Man hat also einen Grundstock an zeitlosen Kleidungsstücken, die man immer wieder anders kombiniert. „Viktoria&Viktor“ verkörpert diese geniale Idee mit in Wien handgefertigten Pieces aus ausschließlich ökologischen Fasern. Online unter viktoriaundviktor.at und in der Sumpergasse in Wien erhältlich.

Kostenpunkt: €€€
Für jede:n

5. Italien und Gesellschafspolitik

Wer auf den italienisches Fashion-Flair auch in Österreich nicht verzichten mag, für den hält die Marke „Bongfilio“ einiges bereit. Die italienische Gründerin Anna-Maria Bonfiglio produziert die meisten Teile mit ihrem Team per Hand in Wien. Neben nachhaltigen Materialien, freshen Designs, Pastellfarben und Panda-Prints stehen nicht selten gesellschaftspolitische Statements im Fokus der Produktion, welche obendrein noch von Handlungen begleitet werden. So unterstützt man mit diversen Projekten oder mit dem Angebot einer Mitgliedschaft karikative Einrichtungen. Der Online-Shop hält für alle die Türen offen: bonfiglio.at.

Kostenpunkt: €
Für jede:n

6.  Dessous und Wellness

Nachhaltigkeit sollte auch vor unserer Unterwäsche nicht Halt machen. Deshalb beschäftigt sich das Wiener Label „Miyagi“ mit dem was untendrunter passiert. Großes Plus: Haken und Bügel, die ja oft aus Kunststoff bestehen, werden einfach ganz weggelassen, wodurch zudem ein hoher Tragekomfort entsteht. Die Materialen werden von Eukalyptus oder Buche gewonnen und in einem innovativen Herstellverfahren der österreichischen Lenzing AG zur Faser gesponnen. Zudem sind die Slips, Bras und Shorts atmungsaktiv und in vielen Fällen sogar multifunktional. Das Studio im 6. Bezirk freut sich über einen Besuch, ansonsten klickt euch einfach online unter studiomiyagi.co rein.

Kostenpunkt: €€
Für jede:n

7. Designermode und Fairness

Designermode hat sich grundsätzlich über viele Jahre einen Qualitätsstatus zugelegt. Was viel kostet und mit großen Namen in Verbindung steht wird meist automatisch als qualitativ hochwertig eingestuft. Das mag sein, doch nicht alle Designerlabels produzieren auch nachhaltig. „Disasterclothing“ hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, Designermarken genau unter die Lupe zu nehmen und als Distributor nur jene ins Sortiment aufzunehmen, die auch wirklich ökologisch, fair und nachhaltig arbeiten. Diese Marken erhalten dann eine Zertifizierung. Wichtig ist dabei auch, dass die Herstellung ohne Zwangs- und Kinderarbeit passiert, wodurch man auch zu den Lieferant:innen eine persönliche Beziehung pflegt. Die Sammlung findest du online unter: disasterclothing.at

Kostenpunkt: €€€
Für jede:n

8. Vintage und Kompost

Vintage ist ein altbewährtes, effektives und für einen nachhaltigen Lebensstil essentielles Konzept. In den vergangenen Jahren haben Vintage Stores nochmals starken Aufwind erfahren. In fast allen Bundesländern findet ihr bereits zahlreiche Shops oder Flohmärkte, die gebrauchte aber immer noch feine Kleindung anbieten. Das Team von „Dogs of Summer“ hat sich die Mühe gemacht, ein tolles Sortiment aus mehreren Jahrzehnten zusammenzustellen. Die Teile wurden liebevoll ausgewählt, neu produziert wurde aber nichts. Schaut einfach beim Store in Graz vorbei oder bestellt über den Online-Shop dogdaysofsummer.at. Geliefert wird komplett plastikfrei - laut eigenen Angaben verrotten die Versandtaschen innerhalb von 180 Tagen.

Kostenpunkt: €
Für jede:n

Auch interessant

Kommentare