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Breitere Gehsteige: In drei Bezirken gibt es jetzt mehr Platz für Fußgänger:innen

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Von: Christian Kisler

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Montage: Auf den Boden gemaltes Symbol für Fußgänger:innen, die Beine von zwei Fußgänger:innen Zu-Fuß-Gehen
In den Bezirken Neubau, der Josefstadt und Ottakring soll das Zu-Fuß-Gehen gefördert werden, unter anderem mit breiteren Gehsteigen. © Robert Kalb/Credit Sojka Libor/CTK/APA-PpictureDesk/BuzzFeed Austria

Vor kurzem erst wurde an dieser Stelle gejammert, dass viele Gehsteige in Wien zu schmal seien. Nun ziehen drei Bezirke nach, verbreitern ihre Gehsteige und wollen so das Zu-Fuß-Gehen fördern.

Die Erkenntnis ist nicht neu, aber egal wie sehr du dein Fahrrad, dein Moped, dein Auto oder die Öffis liebst: Früher oder später werden wir alle zu Fußgänger:innen. Mehr als ein Drittel aller Wege werden ausschließlich zu Fuß erledigt, zumindest laut Stadt Wien. Grund genug für zunächst drei Wiener Gemeindebezirke, einen Masterplan in Sachen Zu-Fuß-Gehen zu schmieden. Wer auf beiden Beinen unterwegs, tut seiner Gesundheit etwas Gutes, der Natur und dem Klima ebenso. In Neubau, der Josefstadt und Ottakring soll es jedenfalls in den nächsten Jahren deutlich mehr Platz zum Gehen geben. Gut so, schließlich wurde auch an dieser Stelle vor gar nicht allzu langer Zeit bemäkelt, dass die Gehsteige in Wien viel zu schmal seien.

Hier kommt der Masterplan

Dabei sollen im 7., 8. und 16. Bezirk die Fußwegenetze verbessert werden, die Gehsteige verbreitet, einfach allgemein eine neue Aufenthalts-Qualität im öffentlichen Raum schaffen. Außerdem wird im Zuge dessen die Sicherheit auf Schulwegen erhöht. Finanziert werden die tatsächlich offiziell so betitelten „Masterpläne Gehen“ über Mittel des Klimaministeriums im Rahmen der Aktion „klimaaktiv mobil“. Darin enthalten sind Möglichkeiten zur Errichtung von Fußgängerzonen und Wohnstraßen, breiten, gepflasterten Gehsteigen und anderen Maßnahmen, die das Fortbewegen zu Fuß erleichtern.

Dafür werden detaillierte Karten zur Verfügung gestellt, die Potenziale für Verbesserungen aufweisen, etwa bei zu schmalen Gehsteigen, fehlenden Zebrastreifen und, auch sehr wichtig für die Lebens- und Wohnqualität, fehlendem Grün. Begonnen wird mit der Umsetzung bereits heuer. „Mit diesen Maßnahmen schaffen wir spürbar mehr Platz für Fußgänger:innen, erhöhen die Sicherheit für unsere Kinder und pflanzen zahlreiche Bäume“, erklärt Markus Reiter, Bezirksvorsteher von Neubau. „Konkret werden einzelne Straßenabschnitte zu Fußgängerzonen oder Wohnstraßen transformiert. Mit einer Kampagne zu grüner Citylogistik möchten wir dem zunehmenden Parken von Lieferwägen auf Gehsteigen ein Ende bereiten.“

Im Achten wird es begrünten Freiraum zum Lernen und Spielen geben

Martin Fabisch, Bezirksvorsteher der Josefstadt, ergänzt: „Vor dem Bildungsgrätzl Pfeilgasse wird aus einem asphaltierten Parkplatz ein begrünter Freiraum zum Lernen und Spielen. Verschiedene Sitzgelegenheiten laden zum Plaudern ein, ein neues Wasserspiel und viele Bäume werden an heißen Tagen Abkühlung und Schatten spenden. Auch der Radverkehr wird künftig ohne Konflikte an den Schulen vorbeigeführt.“

Tatsächlich hängen die drei Bezirke zusammen, weshalb sie wohl auch quasi gemeinsame Sache machen. Wobei Ottakring als einziger vom den dreien außerhalb des Gürtels liegt. „Ottakring hat bereits in den letzten Jahren zahlreiche Gassen fußgeher:innenfreundlich gestaltet und hohe Aufmerksamkeit auf zusätzliches Grün und die Sicherheit gelegt“, so Franz Prokop, Bezirksvorsteher von Ottakring. „Die Schulwege im Bezirk werden systematisch sicherer gemacht - etwa durch bessere Sichtbeziehungen im Kreuzungsbereich und reflektierende Warnschilder.“

Als Nächstes sind Meidling und Rudolfsheim-Fünfhaus an der Reihe

Bei den drei Bezirken will es die Stadt Wien nicht beruhen lassen. Als Nächstes sind die Bezirke Favoriten, Meidling und Rudolfsheim-Fünfhaus an der Reihe, sie werden noch in diesem Jahr ihre Masterpläne zum Zu-Fuß-Gehen vorlegen. Man darf gespannt sein, wie sich das auf die Qualität des Zu-Fuß-Gehens auswirken wird. Die neue StVO sorgt jedenfalls für jede Menge Vorteile für Fußgänger:innen, die wollen genutzt werden.

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