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Rewe zeigt bei manchen Produkten nun neben Eurowert auch „Klimapreis“ – um ein Zeichen zu setzen

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Von: Nadja Zinsmeister

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Rewe weist bei einigen Produkten seit Anfang Januar erstmals prominent Klimapreise für Lebensmittel aus. Was steckt dahinter?

München – Einigen Kunden dürfte die Änderung bei ihrem letzten Rewe-Einkauf bereits aufgefallen sein. Seit Anfang Januar wirbt Rewe bei einigen neuen Angeboten wohl unübersehbar mit dem CO2e-Wert des Artikels.* Wo Kunden normalerweise ein Preis-Angebot in Euro und Cent erwarten, ist beispielsweise auf einem Plakat für „Rewe Bio + vegan Falafel-Bällchen“ plötzlich die Angabe „1,50 CO2e/kg statt 8,87“ zu lesen. Dazu prangt ein weiterer Zusatz in weißen Lettern auf roten Hintergrund: „Jetzt 83 Prozent einsparen“. Bei Rewe handelt es sich aber keineswegs um eine fehlende Euro-Angabe beim Preis. Der Verkaufspreis für das Produkt wird natürlich immer noch am Regal in Euro und Cent ausgewiesen, betont Rewe. Doch bei diesem Produkt und übrigens vier weiteren steht der sogenannte Klimapreis im Fokus – der CO2-Preis für die Umwelt.

CO2 statt Euro und Cent: Rewe weist erstmals „Klimapreise“ für einige Lebensmittel aus

Für seine Aktion „Veganuary“ (Vegan + January) hat sich der Supermarktriese etwas besonderes überlegt, berichtet Merkur.de. „Wie müssten Preise für Lebensmittel eigentlich ausgezeichnet werden, wenn auch die Klimaauswirkungen berücksichtigt werden? Immer noch in Euro und Cent? Oder hat unser Planet eine andere Währung, mit der er für unseren Einkauf bezahlt?“, schreibt Rewe in einer Pressemitteilung Anfang Januar.

Und kam zu dem Ergebnis: Die Währung unseres Planeten wären vermutlich die Emissionen, die bei der Produktion eines jeden Artikels freigesetzt werden. Deshalb wollte Rewe bei seiner Vegan-Aktion im Januar zeigen, wie viel Emissionen durch pflanzliche Alternativen eingespart werden können. „Deine Kaufentscheidung für ein veganes Produkt im Vergleich zu einem tierischen Produkt kann viel für unser Klima tun“, ist auf der Rewe-Webseite zu lesen.

Rewe setzt bei veganen Produkten neben normalen Preisschilder auf „Umwelt-Preis“

Kunden können bei ihrem Einkauf direkt sehen, wie viel Emissionen sie mit veganen Produkten im Vergleich zur Fleisch- oder Milchalternative einsparen können. So werden mit 1,50 Co2e/kg bei den „REWE Bio vegan Falafel-Bällchen“ beispielsweise 83 Prozent Emissionen eingespart im Vergleich zu 8,87 CO2e/kg bei „ja! Frikadellenbällchen vom Schwein“. Ein weiteres Beispiel: 65 Prozent lassen sich einsparen, wenn zur „REWE Bio vegan Haferdrink Natur“ statt zur Bio-Vollmilch gegriffen wird. Rewe bietet dabei Informationen zu den Berechnungen an.

Mit den alternativen „Preisschildern“ für fünf „Klima-Angebote“im Januar will Rewe seinen Kunden einen Einblick in die Umweltkosten geben und gleichzeitig für ihr breites Sortiment an veganen Produkten werben. Das umfasst mittlerweile immerhin rund 1.400 Produkte. „Jede:r Kund:in sieht jetzt erstmals auf einen Blick, welchen Beitrag die eigene Kaufentscheidung im Kampf gegen den Klimawandel leisten kann“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. (nz)

*In einer früheren Version des Textes hatten wir berichtet, dass Preisschilder fehlten. Dieser Fehler wurde korrigiert. Neben dem Co2-Preis der genannten Produkte ist der tatsächliche Verkaufspreis in Euro weiterhin ausgewiesen. Diesen Fehler bitten wir zu entschuldigen. 

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