1. BuzzFeed.at
  2. News

Eine Stunde Smartphone-Verzicht pro Tag hat erstaunliche Auswirkungen auf euer Wohlbefinden

Erstellt:

Von: Robert Wagner

Kommentare

Seit Jahren begleiten uns Smartphones permanent durch den Alltag – und schränken unser Wohlbefinden ein.
Seit Jahren begleiten uns Smartphones permanent durch den Alltag – und schränken unser Wohlbefinden ein. © Hauke-Christian Dittrich/dpa/Leon Seibert/Unsplash/Collage/BuzzFeed

Der Verdacht besteht schon länger: Smartphones machen uns krank. Die Ergebnisse einer Studie beweisen jetzt: Den Gebrauch einzuschränken, verbessert unser Wohlbefinden.

Es ist aus unserem Alltag mittlerweile nicht mehr wegzudenken: das Smartphone. Über drei Stunden starrt der/die Durschnittsdeutsche täglich auf das Display seines Geräts. Es besteht schon länger der Verdacht, dass eine übermäßige Smartphone-Nutzung zu einer Reduktion der körperlichen Aktivität führt und Fettleibigkeit sowie eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit begünstigt. Durch die stundenlang geneigte Kopfhaltung kann das Smartphone sogar zu Haltungsschäden führen.

Es überrascht also nicht, dass die Eregbnisse einer neue Studie darauf hindeuten, dass sich eine Reduzierung der täglichen Nutzung oder ein völliger Verzicht auf das Smartphone positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Ein Forscherteam der Ruhr-Uni Bochum ging der Frage nach, „ob unser Leben ohne Smartphone tatsächlich besser ist oder vielmehr: Wie viel weniger Smartphone am Tag uns guttut“, und befragte dafür 620 Menschen zwischen 20 und 30 Jahren.

Anhand von drei Gruppen zu je ungefähr 200 Teilnehmenden untersuchten die Forschenden, die Auswirkungen einer reduzierten Smartphone-Nutzung über den Zeitraum von einer Woche. Eine Gruppe verzichtete völlig auf das Gerät, eine andere schränkte den täglichen Gebrauch um eine Stunde ein, eine dritte änderte nichts an den täglichen Gewohnheiten. Hinterher wurden die Probanden dreimal zu ihren Lebensgewohnheiten und ihrem Wohlbefinden befragt: Unmittelbar nach der Studie sowie einen Monat und noch einmal vier Monate später. Gefragt wurde etwa nach dem Zigarettenkonsum, der Stimmungslage und dem Maß an täglicher Bewegung. Die Ergebnisse sind eindeutig.

Wer seltener zum Smartphone greift, hat ein besseres Wohlbefinden

Die Nutzungsgewohnheiten änderten sich durch diese einwöchige Intervention nachhaltig. Die reduzierte bzw. komplett weggefallene Zeit am Handy-Display hatte deutliche positive Folgen: „Wir konnten zeigen, dass sowohl der komplette Verzicht auf das Smartphone, aber auch die einstündige Reduktion seiner täglichen Nutzung positive Effekte auf den Lebensstil und das Wohlbefinden der Teilnehmenden hatte“, fasst Studienleiterin Julia Brailovskaia zusammen. Die allgemeine Zufriedenheit und körperliche Aktivität nahmen zu, Depressions- und Angstsymptome sowie der Zigarettenkonsum gingen zurück.

Überraschend ist ein Detail: „In der Gruppe derer, die die Nutzung reduziert haben, hielten sich diese Effekte sogar länger und waren somit stabiler als in der Abstinenzgruppe. Interessanterweise ist also ein völliger Verzicht auf das geliebte Handy gar nicht nötig. Schon die Reduzierung seines Gebrauchs um eine Stunde täglich hat einen Effekt auf die Gesundheit, der sogar größer ist: „Langfristig am besten ging es denen, die die Nutzung reduziert hatten“, so Brailovskaia. „Es ist nicht nötig, komplett aufs Smartphone zu verzichten, um sich besser zu fühlen.“

Auch interessant

Kommentare