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Wien bekommt „Cooling Zones“ für den Sommer

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Von: Helena Dimmel

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Hitzewelle in Österreich: Sprühnebel in der Öffentlichkeit *** Heat wave in Austria: Public water spray Hitzewelle in Ös
Trinkbrunnen, Sprühnebel und Abkühlzonen werden aufgestockt in Wien, damit der Sommer eträglich wird. © IMAGO / photosteinmaurer.com

Die Stadt Wien hat einen „Hitzeaktionsplan“ veröffentlicht, damit Wiener:innen im Sommer nicht ungewollt brutzeln

Der Klimawandel ist in vollem Gange. Die erste Hitzewelle wurde mit mehr als 40 Grad gestern bereits in Indien gemeldet, und das gerade mal Anfang Mai. Auch für Wien, das im Sommer ohnehin notorisch heiß werden kann, braucht es diesen Sommer wieder Maßnahmen. Das Leben in der Stadt soll schließlich erträglich bleiben, wenn die Temperaturen wieder in die Höhe schießen - und Hitzetage in Wien mit Temperaturen von mehr als 30 Grad haben sich in den vergangenen drei Jahrzehnten mehr als verdoppelt.

Die Wiener Stadtregierung hat dafür einen “Hitzeaktionsplan” erstellt, der kurz- und langfristige Maßnahmen zum Abkühlen beinhaltet. Eine davon sind die sogenannten „Cooling Zones“, frei zugängliche Gebäude im öffentlichen Raum, an denen sich speziell vulnerable Menschen für einige Stunden abkühlen können. Gekühlt werden die Zonen durch Schatten oder Klimaanlagen, ab 2023 werden sie von der Stadt zur Verfügung gestellt. Das Trinkbrunnen-Angebot soll schon diesen Sommer um 200 Wasserspender erweitert werden, geplant sind auch weitere Sprühnebel-Duschen. 

Langfristig auf die Hitze einstellen

Im sechzig Seiten-starken Aktionsplan findet sich auch eine Reihe an langfristigen Projekten: Eines davon ist die Installation von elektronischen Außenjalousien in allen neuen Gebäuden. Geplant sind auch schattige Outdoor- und Park-Arbeitsplätze mit WLAN-Zugang. Sie sollen als Alternative zu überhitzten Büroräumen dienen. Mit einer Photovoltaik-Offensive will man zusätzlich für mehr klimafreundlichen Sonnenstrom sorgen: Bis 2025 will die Stadt Wien die Produktion von Sonnenstrom ums Fünffache steigern. Ziel ist es außerdem, mehr Grün- und Erholungsflächen zu schaffen. Asphaltflächen sollen zunehmend entsiegelt und begrünt werden. Bis 2025 werden außerdem 25.000 neue Stadtbäume gepflanzt.

Hitze betrifft nicht alle gleich

„Wir müssen als Stadtregierung alles tun, um Wien als Ort zu behalten, wo es eine gute Lebensqualität gibt“, sagte Czernohorszky, Amtsführender Stadtrat für Klima, Umwelt, Demokratie und Personal, gestern bei der Präsentation des Hitzeaktionsplans. Der Schutz sozial schwacher Gruppen stehe dabei im Vordergrund: „Auch jene, die sich keine Klimaanlage leisten können, sollen sich abkühlen können.“ Die Gesundheitshotline 1450 speziell für durch Hitze verursachte gesundheitlichen Beschwerden soll zudem verstärkt werden. 

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