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Mehrheit der Deutschen will kein einziges Spiel der WM in Katar gucken

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Von: Robert Wagner

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Manuel Neuer.
Manuel Neuer bei einem Testspiel gegen die Niederlande zur Vorbereitung auf die WM in Katar. © ActionPictures/Imago

Die Vorfreude auf die WM in Katar hält sich in Grenzen. Das zeigt der Deutschlandtrend der ARD. Viele wollen keine einzige Übertragungen ansehen.

Am 20. November beginnt die bislang wohl umstrittenste Fußball-WM der Geschichte. Deren 2010 beschlossener Austragungsort Katar sorgt seit vielen Jahren für Diskussionen, in deren Mittelpunkt besonders die schwierige Menschenrechtslage im autoritär geführten Wüstenstaat steht. Von vielen Seiten wird ein Boykott des sportlichen Großereignisses gefordert. Die erst vor wenigen Tagen bekannt gewordenen homofeindlichen Aussagen des WM-Botschafters von Katar, der Homosexualität als „geistigen Schaden“ bezeichnet hat, führte vielen Menschen noch mal vor Augen, warum die WM in Katar so umstritten ist.

Keine Vorfreude auf WM in Katar

Einzelne Fußballprofis haben die Austragung der WM in Katar bereits scharf kritisiert. Kein Wunder also, dass die Deutschen keine Lust auf diese WM haben. Das zeigen zumindest die Ergebnisse des ARD-Deutschlandtrends vom 10. November. Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) wird sich voraussichtlich keine einzige Übertragung der WM-Spiele ansehen. Betrachtet man nur die weiblichen Befragten, liegt der Wert sogar bei 63 Prozent.

Immerhin 15 Prozent gaben an, sich weniger Übertragungen anzusehen als bei früheren Fußballweltmeisterschaften. Nur 18 Prozent werden sich genauso viele, zwei Prozent sogar mehr Spiele ansehen. Neun Prozent der Befragten gaben an, noch nicht zu wissen, ob sie die hochumstrittene in Katar WM verfolgen werden oder nicht.

Die vorerst mangelnde WM-Begeisterung macht sich schon vor dem Start am 20. November bemerkbar: Der Discounter Kaufland verramschte Fan-Artikel zur WM in Katar bereits Wochen vorher, wie ein Kunde auf Twitter dokumentierte. In Frankfurt wird es kein Public Viewig zur WM geben, ebenso in Hamburg, wo viele Gastronomen angekündigt haben, die WM in Katar zu boykottieren.

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