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4 Tipps, die dir helfen, Fake News besser zu erkennen

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Von: Pia Seitler

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Bildmontage: Donald Trump bei einer Rede und junge Menschen, die Nachrichten checken.
Donald Trump hat seine eigene Interpretation von „Fake News“. Er versucht damit, die Glaubwürdigkeit von seriösen Medien niederzumachen. Dabei hat er selbst schon unzählige Falschaussagen getätigt. © Robyn Beck/AFP/APA-PictureDesk/ZUMA Wire/Imago/BuzzFeed Austria

Mehr als 80 Faktencheck-Organisationen fordern YouTube dazu auf, endlich härter gegen Des- und Fehlinformationen auf der Plattform vorzugehen. Wir zeigen dir, wie du die Falschmeldungen besser erkennst.

In einem Brief haben Faktenchecker:innen aus über 40 Ländern YouTube-Chefin Susan Wojcicki vorgeworfen, die Plattform unternehme zu wenig, um die Verbreitung von Desinformationen zu stoppen. Jeden Tag stellen sie fest, dass „YouTube einer der wichtigsten Kanäle für Online-Desinformation und Fehlinformationen weltweit ist“, heißt es darin. Das zerstöre die Demokratie und gefährde während der Corona-Pandemie sogar Menschenleben.

Weltweit werde die Plattform immer wieder als Waffe benutzt, um andere zu manipulieren. Videos von Verschwörungsmythen, Lügen und Hassreden sind trotz der YouTube-Richtlinien weiter online. Die Faktenchecker:innen fordern unter anderem, dass in Videos mit Fehlinformationen Kontext und Widerlegungen eingeblendet werden und Accounts, die wiederholt Unwahrheiten verbreiten, nicht mehr vom Algorithmus belohnt, also zum Beispiel empfohlen werden. Und sie bieten YouTube ihre Hilfe bei der Umsetzung an.

Bis sich bei YouTube aber wirklich etwas ändert, haben wir Tipps für euch, wie ihr im Netz Lügen und Fake News einfacher erkennt und so verhindert, dass ihr sie unabsichtlich weiterverbreitet.

1. Videos und Posts kritisch anschauen

Hinterfrage eine Information und sei skeptisch, vor allem, wenn scheinbar einfache Lösungen für so komplexe Probleme wie die Corona-Pandemie genannt werden. Schau dir zum Beispiel die Accounts der Urherber:innen genauer an, so erfährst du mehr über ihre Überzeugungen, was sie bisher so gemacht haben und was vielleicht ihre Absichten sind.

2. Checke Zahlen, Informationen und Bilder

Fake News wollen oft starke Gefühle wecken. Denn dann werden die Videos, Tweets oder Artikel häufiger geklickt und verbreiten sich schneller. Um zu prüfen, ob überhaupt stimmt, was behauptet wird, kannst du recherchieren, ob auch andere, größere Medien über das Ereignis berichten und die Artikel miteinander vergleichen. Am besten nennen die verschiedenen Artikel unterschiedliche und zuverlässige Quellen.

Bilder, die bearbeitet oder aus dem Kontext gerissen wurden, sind oft ein Teil der Falschinformationen. Mit einer Bilder-Rückwärtssuche kannst du überprüfen, ob Bilder wirklich zu der Nachricht gehören. Dafür musst du nur das Bild herunterladen und zum Beispiel in die Suchleiste der Google Bildersuche ziehen. So kannst du sehen, wo und in welchem Kontext das Bild veröffentlicht wurde.

3. Prüfe die Vertrauenswürdigkeit der genannten Quellen

Urheber:innen von Desinformationen in Videos, Tweets oder Posts beziehen sich häufig auf nicht vertrauenswürdige Quellen. Checke die Quellen, die genannt werden und prüfe, ob die Seiten ein Impressum haben. Im Impressum einer Webseite findest du die Verantwortlichen für die Quelle. Es sollte Name, Adresse und Kontaktmöglichkeiten enthalten. Mit einer kurzen Google-Suche kannst du dann mehr über die Betreiber:innen herausfinden.

4. Hilfe von den Profis

Im Netz gibt es mittlerweile richtig viele Spezialist:innen für das Aufdecken von Fake News. Zum Job dieser Faktenchecker:innen gehört es, Falschnachrichten, die im Internet kursieren, aufzudecken und damit zu bekämpfen. Die österreichische Presseagentur (APA) und der Verein Mimikama liefern Faktenchecks zu allen möglichen Themen, aktuell vor allem zu Corona. Auf den Webseiten findet ihr noch mehr Tipps im Umgang mit Internetbetrug und ihr könnt Hinweise zu möglichen Fakes melden, wenn ihr welche entdeckt habt.

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